Durch die Studie bezüglich der „Teleophthalmologischen Versorgung in Seniorenheimen“ (TOVIS), konnte eine gravierende Unterversorgung der Bewohner von Pflegeeinrichtungen festgestellt werden.
Von 139 Teilnehmern, litten 65 Personen an Katarakt, bei 52 Personen konnten pathologische Veränderungen der Netzhaut nachgewiesen werden und 33 Personen waren an altersabhängiger Makuladegeneration erkrankt. Mehr als die Hälfte der Probanden, hatten beim Zeitpunkt der Untersuchung keine Vorstellung beim Facharzt geplant.
Kernkonzept für bessere Versorgung
Das Konzept „Innovative Ophta Care for Seniors in Retirement Homes” (InnOCaRe) setzt auf ein mobiles Einsatzteam mit geschultem medizinischem Personal, das Untersuchungen direkt vor Ort durchführt. Zusätzlich wird eine digitale Infrastruktur aufgebaut, die eine Datenübertragung auf telemedizinischem Weg ermöglicht.
Hierdurch soll die Befundung der Untersuchungsergebnisse aus der Ferne von Augenärzten durchgeführt werden, welche mögliche Behandlungsschritte einleiten und die Nachsorge an die mobilen Versorgungsteams vor Ort übertragen können. Die Etablierung eines digitalen Diagnosetools sei ebenfalls Teil des Konzeptes.
Positive Bilanz in der Pilotstudie
Das InnOCaRe-Projekt hat sich bereits in der kleineren TOVIS-Studie als effizient erwiesen. Nun soll es in einem erweiterten Testlauf an 10.000 Personen erprobt werden.
Würde sich dieser mit ebenso positiven Ergebnissen präsentieren, würde dies die Annahme stützen, einen vielversprechenden Lösungsansatz für die Versorgungslücke in Seniorenheimen gefunden zu haben.
Qualitativ hochwertigere und flächendeckendere Versorgung
Durch das InnOCare Konzept könnte sowohl die Qualität der Versorgung verbessert als auch die Reichweite der Ärzte durch den telemedizinischen Ansatz vergrößert werden. Geplant ist die Versorgung von 10.000 Seniorinnen und Senioren aus 250 Pflegeeinrichtungen in drei Bundesländern.









