Muskeldystrophie Duchenne Kompakt

Die Muskeldystrophie Duchenne ist eine früh einsetzende Muskelkrankheit, die vorrangig Jungen betrifft und zu fortschreitender Muskelschwäche führt.

Duchenne Muskeldystrophie Kompakt

Definition

  • Muskeldystrophie Duchenne ist eine Erkrankung der Muskulatur, die sich bereits im Kindesalter manifestiert.
  • Betroffen sind Skelett-, Herz- und glatte Muskulatur.
  • Ursache ist das Fehlen des Proteins Dystrophin in der Muskelzelle.

Epidemiologie

  • Prävalenz: 1–9 pro 100.000.
  • Hauptsächlich Jungen betroffen, da X-chromosomal-rezessive Vererbung.
  • Frauen sind in der Regel symptomlos.

Symptome

  • Frühsymptomatik im Kleinkindalter: verzögerte motorische Entwicklung, Schwierigkeiten beim Rennen, Springen, Treppensteigen.
  • Typische Merkmale: Gowers’ Zeichen, Pseudohypertrophie der Waden.
  • Fortschreitende Muskelschwäche: Beginn in der Beckengürtelmuskulatur, später Arme und Rumpf betroffen.
  • Weitere Symptome:
    • Skoliose, Scapula alata.
    • Sprachentwicklungsverzögerung, verminderte Lernfähigkeit.
    • Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen.
    • Eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit, Atrophie, Verlust der Gehfähigkeit.
    • Ateminsuffizienz, Kardiomyopathie.

Ursachen

  • Mutation auf dem X-Chromosom führt zum Fehlen von Dystrophin.
    Therapie:
  • Keine Heilung möglich.
  • Therapieziele: Symptomlinderung, Erhalt der Lebensqualität.
  • Maßnahmen:
    • Physiotherapie,
    • Medikamente zur Verzögerung des Krankheitsverlaufs,
    • Operative Maßnahmen.
  • Diagnostische Verfahren:
    • Erhöhte Creatin-Kinase und Laktatdehydrogenase im Blut.
    • Urinuntersuchung, Elektromyographie (EMG), Elektrokardiographie (EKG).

Hier geht's zum Langtext: Muskeldystrophie Duchenne

Autor:
Stand:
19.05.2025
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