Definition
- Zeigt sich durch flüchtige Quaddeln, die von Juckreiz begleitet werden
- Manchmal treten auch Angioödeme auf
Epidemiologie
- Etwa 10-25% der Menschen erleben mindestens einmal eine akute Urtikaria
- Chronische Urtikaria betrifft etwa 0,5-1% der Bevölkerung, häufiger Frauen
- Tritt meist im Alter zwischen 20-50 Jahren auf
Pathogenese
- Histaminfreisetzung aus Mastzellen durch immunologische Auslöser
- Häufige Trigger: Infektionen, Medikamente, Stress, Nahrungsmittel
- Manchmal bleibt die Ursache unbekannt (idiopathisch)
Klinik
- Charakteristische Quaddeln, begleitet von Juckreiz, oft mit Erythem und Angioödemen
- Angioödeme betreffen meist Gesicht und Hals, in schweren Fällen besteht die Gefahr eines Larynxödems
Diagnostik
- Anamnese und klinische Untersuchung, ggf. Hauttests und Laboruntersuchungen
- Bei Verdacht auf physikalische Urtikaria: Provokationstests
- Pseudoallergische Reaktionen auf Nahrungsmittel sollten durch eine Diät abgeklärt werden
Therapie
- Erstlinientherapie: H1-Antihistaminika, bei Bedarf Dosissteigerung
- Zweitlinientherapie: Omalizumab bei chronischer Urtikaria
- Kortikosteroide nur kurzfristig bei akuten Schüben
Prognose
- Akute Urtikaria ist meist selbstlimitierend und klingt innerhalb weniger Stunden ab
- Chronische Urtikaria kann Jahre dauern, heilt aber in den meisten Fällen spontan aus









