Augenuntersuchung und Covid-19
- Fragestellung: Könnten langanhaltende Covid-19-Symptome eine Verbindung zu vaskulären Endothelveränderungen im Auge haben.
- Eine Münchner Studie deutet auf die Möglichkeit einer Augenuntersuchung zur Diagnose von Post-/Long-Covid (PCS) hin.
- Forschungsergebnisse wurden im Fachjournal 'Angiogenesis' veröffentlicht.
Augenuntersuchung: Ein Fenster zur Mikrozirkulation
- Covid-19 verursacht Veränderungen in den Blutgefäßen, insbesondere im Endothel.
- Die Blutgefäße im Auge könnten Hinweise auf den Zustand dieser kleinen Gefäße im gesamten Körper geben.
- Die leichte Zugänglichkeit der Okulargefäße bietet Vorteile für die Diagnostik.
Die Mechanismen hinter den Befunden
- 41 Post-Covid-Patienten wurden untersucht und ihre Daten mit einer Kontrollgruppe verglichen.
- Es wurden klare Endothelfunktionsstörungen festgestellt, die mit Long-Covid-Symptomen korrelierten.
- Im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe zeigten PCS-Patienten auffällige Werte:
- Die venöse flimmerinduzierte Dilatation (vFID) war signifikant niedriger.
- Der Durchmesser der zentralen Retina-Arterien (CRAE) war enger.
- Das arterio-venöse-Ratio (AVR) war niedriger.
- Die Kombination der Werte von AVR und vFID ermöglichte eine Unterscheidung zwischen PCS-Patienten und gesunden Probanden.
Die Bedeutung weiterer Forschung
- Die Studie war mit 41 Teilnehmern relativ klein, daher sind weitere Untersuchungen erforderlich.
- Zukünftige Studien könnten auf diesen Ergebnissen aufbauen und ein zuverlässiges Diagnoseinstrument für Long-Covid entwickeln.
- Ein tieferes Verständnis der Verbindung zwischen Augenveränderungen und Post-/Long-Covid kann die Diagnose und Behandlung verbessern.










