Kompakt: Baricitinib erhält Betazellfunktion

JAK-Inhibitoren blockieren die Zytokin-Signaltransduktion und sind wirksame krankheitsmodifizierende Therapien bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen. In einer Phase-II-Studie bei neu diagnostizierten Diabetikern wurde untersucht, ob Baricitinib die Funktion der Betazellen erhalten und die Stoffwechselwerte verbessern kann.

Baricitinib erhält Betazellfunktion

Datenlage

  • Baricitinib könnte den Verlust von Betazellen, verursacht durch autoreaktive T-Zellen, verhindern
  • Positiver Einfluss auf die Betazellfunktion konnte in präklinischen Studien bereits gezeigt werden

Studiendesign

  • Doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Phase-II-Studie
  • Über 48 Wochen hinweg erhielten neu diagnostizierte Typ-1-Diabetiker entweder Baricitinib oder ein Placebo
  • Primärer Endpunkt: C-Peptid-Spiegel (Indikator für die Betazellfunktion)
  • Sekundäre Endpunkte: HbA1c-Wert, Insulindosis, Blutzuckerwerte

Ergebnisse

  • Unter Baricitinib erhöhte C-Peptidkonzentration im Vergleich zu Placebo
  • Geringere Variabilität der Glukosespiegel
  • Höherer Anteil der Zeit mit Glukosewerten im Zielbereich
  • Reduzierter Insulin-Bedarf
  • Alle bis auf 3 Patienten benötigten am Ende der Studie exogen zugeführtes Insulin
  • Günstiges Sicherheitsprofil (UAW vergleichbar mit Placebo-Gruppe)

Fazit

  • Baricitinib könnte Betazellfunktion erhalten bzw. Krankheitsprogression verlangsamen
  • Studien zur Langzeitanwendung und bei Kindern unter 10 Jahren erforderlich

Hier geht's zum Langtext Baricitinib erhält Betazellfunktion!

Autor:
Stand:
08.01.2024
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