Kompakt: Biopsie vs. Bluttest: Neue Studie zu Zöliakie-Diagnostik

Zur Diagnose einer Glutenunverträglichkeit wird nach Anamnese und körperlicher Untersuchung bei positivem tTG-IgA-Bluttest üblicherweise eine Duodenalbiopsie durchgeführt. Ein Forschungsteam verglich nun die Bluttestergebnisse mit den Biopsiebefunden, um die Notwendigkeit dieser Vorgehensweise zu überprüfen. Hier die Details in Kürze.

Biopsie vs. Bluttest: Neue Studie zu Zöliakie-Diagnostik

Ziel der Studie

  • Vergleich der Aussagekraft von Bluttests auf Transglutaminaseantikörper (tTG-IgA) mit Duodenalbiopsie-Ergebnissen zur Diagnose von Zöliakie

Studiendesign

  • Untersuchung von 436 Erwachsenen mit Verdacht auf Zöliakie und ohne IgA-Mangel
  • Vergleich von tTG-IgA-Testergebnissen mit darauffolgenden Dünndarmbiopsie-Befunden

Ergebnisse

  • 341 Teilnehmende hatten richtig-positive Testergebnisse (positiver Bluttest und Biopsie bestätigte Zöliakie)
  • 66 Fälle waren richtig-negativ (sowohl Bluttest als auch Biopsie negativ)
  • 22 Fälle hatten falsch-positive Testergebnisse, 7 Fälle waren falsch-negativ
  • Positiver Vorhersagewert des Tests: 93,9% (Sensitivität: 98%, Spezifität: 75%)

Fazit

  • Aktuell bleibt Biopsie Goldstandard, aber das könnte sich bei Patienten ohne IgA-Mangel ändern
  • Vorgeschlagen werden weitere Studien zu tTG-IgA-Grenzwerten zur Unterstützung der Entscheidung zwischen Biopsie und Bluttest

Hier geht's zum Langtext Biopsie vs. Bluttest: Neue Studie zu Zöliakie-Diagnostik

Autor:
Stand:
18.12.2023
  • Teilen
  • Teilen
  • Teilen
  • Drucken
  • Senden
Orphan Disease Finder
Orphan Disease Finder

Hier können Sie seltene Erkrankungen nach Symptomen suchen: