Zusammenhang von Fleischkonsum und Diabetes
Studiendaten: 1.966.444 Erwachsene aus 31 Kohorten in 20 Ländern (InterConnect-Projekt).
Fleischarten: Unverarbeitetes rotes Fleisch, verarbeitetes Fleisch, Geflügel.
Ergebnisse:
- Verarbeitetes Fleisch: Hazard Ratio (HR) von 1,15 pro 50 g/Tag.
- Unverarbeitetes rotes Fleisch: HR 1,10 pro 100 g/Tag.
- Geflügel: HR 1,08 pro 100 g/Tag.
Zeitraum: 10 Jahre Nachbeobachtung; 107.271 Fälle von Typ-2-Diabetes dokumentiert.
Regionale Unterschiede
- Stärkste Zusammenhänge: Amerika, Europa, westlicher Pazifik.
- Unterschiede in Assoziationen: Keine signifikanten Zusammenhänge im östlichen Mittelmeerraum und Südasien.
- Geflügel: Nur in Europa mit einem erhöhten Risiko assoziiert.
- Mögliche Ursachen: Ernährungsgewohnheiten, Zubereitungsarten, kulturelle Faktoren.
Alternativen und Prävention
Ersatz von 50 g/Tag verarbeitetem Fleisch durch 100 g/Tag:
- Unverarbeitetes rotes Fleisch: 7 % Risikoreduktion (HR: 0,93).
- Geflügel: 10 % Risikoreduktion (HR: 0,90).
Kein Effekt beim Ersatz von unverarbeitetem rotem Fleisch durch Geflügel.
Empfehlung: Reduktion des Fleischkonsums zugunsten gesünderer Alternativen.
Fazit und Relevanz
Diese Metaanalyse liefert starke Hinweise, dass Fleischkonsum, insbesondere verarbeitetes Fleisch, das Risiko für Typ-2-Diabetes signifikant erhöht. Globale und regionale Unterschiede verdeutlichen den Bedarf an weiteren Studien. Empfehlungen zur Fleischreduktion und zum Einsatz gesünderer Alternativen könnten helfen, das Risiko für Typ-2-Diabetes zu senken.









