Myalgische Enzephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) ist eine komplexe Erkrankung ohne objektive diagnostische Marker. Eine britische Studie präsentiert erstmals einen epigenetischen Bluttest mit hoher Genauigkeit.
Diagnostischer Ansatz
- Grundlage: 3D-genomische Signaturen aus Blutproben.
- Plattform: EpiSwitch.
- Ziel: Identifikation reproduzierbarer epigenetischer Muster zur Unterscheidung von Erkrankten und Gesunden.
Studiendetails und Ergebnisse
- Kollektiv: 47 ME/CFS-Patienten, 61 gesunde Kontrollen.
- Marker: 200 epigenetische Signaturen.
- Leistungsdaten:
o Sensitivität: 92 %,
o Spezifität: 98 %,
o Gesamtgenauigkeit: 96 %.
→ Übertrifft bisherige molekulare Ansätze deutlich.
Immunologische Mechanismen
- Dominante Signalwege: IL 2, IL 10, TNF-/NF-κB-Achse, JAK/STAT.
- Überschneidungen mit Autoimmun- und neuroinflammatorischen Erkrankungen (z. B. MS, Rheumatoide Arthritis).
- Potenzial für personalisierte Therapieansätze durch Subgruppenanalyse.
Fazit und Relevanz
Der epigenetische Bluttest könnte die Diagnostik von ME/CFS revolutionieren und neue Therapieoptionen eröffnen.
Einschränkung: Klinische Anwendung erfordert Validierung in größeren Kohorten und standardisierte Verfahren.








