Kompakt: Intimrasur fördert rezidivierende Harnwegsinfektionen

Frauen, die sich häufig den Genitalbereich rasieren, beseitigen damit wohl einen Schutz vor Harnwegsinfektionen. Die Schamhaarrasur fördert nicht direkt die Blasenentzündung, doch wer bereits einmal eine solche Infektion hatte, steigert damit das Risiko für Rezidive.

Intimrasur fördert rezidivierende UTI

Studienziel

Methodik

  • Epidemiologischen Studie
  • Querschnittskohorte von 2.409 Frauen im Alter von 18–45 Jahren
  • Auswertung anhand von Fragebögen

Ergebnisse

  • Prävalenz mind. 1 UTI in den letzten 12 Monaten: 15,7%
  • Prävalenz von wiederkehrenden UTI (≥3 pro Jahr): 2,3%
  • Häufiger Geschlechtsverkehr (≥1x pro Monat): 9-fach erhöhtes Risiko für rezidivierende UTI (p<0,001)

Extreme Schamhaarentfernung (≥1 pro Woche)

  • Keine Assoziation mit UTI-Risiko
  • 3-fach erhöhtes Risiko einer wiederkehrenden UTI unter Berücksichtigung von Alter, UTI-Vorgeschichte und Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs

Fazit für die Praxis

  • Entfernung der Schambehaarung kann wichtige mikrobielle Nische zerstören und Risiko für rezidivierende UTI erhöhen

Hier geht's zum Langtext Intimrasur fördert rezidivierende Harnwegsinfektionen!

Autor:
Stand:
13.05.2024
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