Weiblicher Haarausfall (Female Pattern Hair Loss, FPHL) tritt häufig nach hormonellen Veränderungen wie der Menopause auf. Der aktuelle Goldstandard in der Behandlung ist topisches Minoxidil. Eine ägyptische Studie untersuchte, ob die Kombination von Minoxidil mit 17α-Östradiol bessere Ergebnisse liefert.
Studienaufbau und Methodik
43 Frauen mit FPHL erhielten über sechs Monate zweimal täglich entweder eine Kombination aus 17α-Östradiol 0,01 % und Minoxidil % (EMX-Gruppe) oder Minoxidil 2 % allein (MX-Gruppe). Die Beurteilung des Haarwachstums erfolgte klinisch und trichoskopisch an definierten Punkten im Frontal- und Okzipitalbereich.
Ergebnisse
- Beide Gruppen zeigten nach sechs Monaten eine verbesserte Haardichte.
- In der EMX-Gruppe wurde eine geringfügig stärkere Verbesserung beobachtet.
- Nebenwirkungen wie Menstruationsveränderungen traten jedoch häufiger in der EMX-Gruppe auf.
- Trichoskopisch war kein signifikanter Unterschied festzustellen.
Fazit und Relevanz
Obwohl die Kombination aus 17α-Östradiol und Minoxidil zu einer höheren Patientenzufriedenheit führte, spiegelte sich dies nicht in objektiven Haaranalysen wider.
Aufgrund des erhöhten Nebenwirkungsrisikos wird die Kombinationstherapie nicht als langfristige Behandlungsoption empfohlen.










