Auszahlung der Erstattungsbeträge für Grippeimpfstoffe

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat bekannt gegeben, dass das Verfahren zur Erstattung der Grippeimpfstoffe der Saison 2020/21 abgeschlossen ist. Die Apotheken erhalten insgesamt über 7 Millionen Euro für liegen gebliebene Impfstoffdosen.

Erstattung Impfstoff

In der Grippesaison 2020/21 beschaffte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zusätzliche Impfdosen, um eine Überbelastung der Arztpraxen und Krankenhäuser durch das gleichzeitige Auftreten von Influenza- und Coronavirus-Infektionen zu vermeiden. Zwar war die Nachfrage an Grippeimpfungen in diesem Zeitraum sehr hoch, dennoch blieben einige Vakzinen ungenutzt in den Lagern der Apotheken zurück. Da die Impfstoffe teilweise ein kurzes Verfallsdatum besaßen und aufgrund der jährlich angepassten Stammzusammensetzung nicht mehr nutzbar sind, hatten die Apotheken die Möglichkeit, die Erstattung der Kosten liegen gebliebener Impfstoffe zu beantragen.

Kostenerstattung über NNF

Mit der Organisation der Kostenerstattung nach der Grippeimpfstoffrückerstattungsverordnung des BMG wurde der Deutsche Apothekerverband (DAV) betraut. Vom 20. Oktober bis 30. November 2021 konnten die Apotheken die Erstattungsanträge beim Nacht- und Notdienstfonds (NNF) einreichen.

Auszahlung ab 7. Januar 2022

Der DAV gab nun bekannt, dass die Prüfung und Korrektur der Anträge abgeschlossen sei und eine entsprechende Rechnung an das Bundesamt für Soziale Sicherung übermittelt wurde, sodass mit der Erstattung begonnen werden kann. Der Versand der Bescheide und die Auszahlung der Erstattungsbeträge beginnt laut DAV am 7. Januar 2022. Die Apotheken haben eine Aufbewahrungspflicht für die anspruchsbegründenden Unterlagen bis zum 31. Dezember 2024.

Über 7 Millionen Euro für Grippeimpfstoffe

Insgesamt gingen 7.573 Anträge (davon 7.143 via NNF-Portal und 430 per Post) fristgerecht beim NNF ein. Es wird eine Gesamtzahl von 647.657 Impfstoffdosen erstattet. Der durchschnittliche Erstattungsbetrag der öffentlichen Apotheken beträgt laut Angaben des DAV 912,91 Euro. Insgesamt werden an öffentliche und Krankenhausapotheken somit mehr als 7 Millionen Euro ausgezahlt.

Wichtiges Zeichen für Apotheken

„Es ist ein wichtiges Zeichen an die Apothekerschaft, dass man sie mit wirtschaftlichen Risiken nicht alleine lässt, wenn sie sich intensiv für die Impfkampagnen gegen Corona und Grippe in Deutschland einsetzt.“, erklärte Thomas Dittrich, Vorsitzender des DAV. „Ich bin froh, dass wir ein effizientes und reibungsloses Verfahren für die Abwicklung der Rückerstattung gefunden haben. Die Apotheken haben ihre noch vorhandenen Lagerbestände an Grippeimpfstoffen aus der Vorsaison dem Nacht- und Notdienstfonds gemeldet, der die Kosten jetzt ausgleicht.“

Autor:
Stand:
07.01.2022
Quelle:
  1. ABDA: Pressemitteilung – Kostenerstattung für unverbrauchte Grippeimpfstoffe aus Vorsaison ist wichtiges Signal für laufende Impfkampagne (06.01.2022)
  2. DAV/NNF: Auszahlung nicht verimpfter Grippeimpfstoffe der Vorsaison (06.01.2022)
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