Der Weltdiabetestag wurde 1991 von der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Er findet jährlich am 14. November statt, dem Geburtstag von Sir Frederick Banting, der gemeinsam mit Charles Herbert Best im Jahr 1921 das Insulin entdeckte.
Diabetes als globales Gesundheitsproblem
Laut IDF ist der Weltdiabetestag die weltweit größte Aufklärungskampagne zu dieser wichtigen Stoffwechselerkrankung. Es werden jährlich rund eine Milliarde Menschen in mehr als 160 Ländern erreicht. Ziel ist es, die Bedeutung der Prävention und Behandlung von Diabetes mellitus als globales Gesundheitsproblem herauszustellen.
Symbol für Einigkeit der Diabetesgemeinschaft
Das Symbol der Kampagne ist ein blauer Kreis, das internationale Symbol für das Bewusstsein für Diabetes. Es wurde 2007 nach der Verabschiedung der UN-Resolution (Vereinte Nationen [United Nations]) über Diabetes eingeführt und soll die Einigkeit der weltweiten Diabetesgemeinschaft repräsentieren. Seitdem ist der Weltdiabetestag auch ein offizieller Tag der UN.
Fokus: Zugang zur Diabetesversorgung
Jedes Jahr steht ein bestimmtes Motto rund um Diabetes im Fokus der Kampagne, manche Themen halten sich auch über mehrere Jahre. Zu dem jeweiligen Motto finden an den verschiedensten Orten der Welt Aktionen und Veranstaltungen statt. In diesem Jahr wird der Zugang zur Diabetesversorgung beleuchtet und dabei insbesondere, wie wichtig es ist, das eigene Risiko bei Typ-2-Diabetes zu kennen.
Know your risk, know your response
Über 90% der Diabetespatienten leiden an einem Typ-2-Diabetes. Allerdings ist die Dunkelziffer hoch, schätzungsweise die Hälfte der Betroffenen ist noch nicht diagnostiziert. Ein Grund dafür ist, dass Millionen von Menschen weltweit der Zugang zu einer adäquaten Versorgung fehlt.
Unter dem Motto „Know your risk, know your response“ soll am diesjährigen Weltdiabetestag drauf aufmerksam gemacht werden, dass gerade bei Typ-2-Diabetes Komplikationen und Folgeerkrankungen verzögert oder gar verhindert werden können, wenn das Risiko hierfür bekannt ist. Denn nur dann können entsprechende Behandlungs- und Präventionsmaßnahmen eingeleitet werden. Dazu sind der Zugang zu den richtigen Informationen, geeigneten Medikamenten und Hilfsmitteln sowie eine kontinuierliche Unterstützung der Patienten notwendig.
Die Diabetesgesellschaften rufen die Politik daher dazu auf, mehr in die Diabetesversorgung und -prävention zu investieren. Auch die ausreichende Schulung des medizinischen Fachpersonals ist essenzieller Bestandteil der Forderungen.








