BioNTech und Pfizer haben erste Ergebnisse aus der Phase-III-Studie zu ihrem Kombinationsimpfstoff veröffentlicht, der sowohl gegen Influenza als auch Covid-19 schützen soll. Der Impfstoff, der eine Mischung aus einem trivalenten Grippeimpfstoff von Pfizer und dem Covid-19-Impfstoff Comirnaty von BioNTech enthält, hat in der Studie jedoch nur eines von zwei gesetzten Zielen erreicht. Besonders beim Schutz gegen Influenza-B gab es Schwächen. Der trivalente mRNA-basierte Grippeimpfstoff der zweiten Generation von Pfizer überzeugte hingegen mit einer starken Schutzwirkung gegen alle Influenza-Stämme.
Kombinationsimpfstoff schwächelt gegen Influenza
In der Studie mit über 8.000 Teilnehmern im Alter von 18 bis 64 Jahren wurde die Einzeldosis des neuen Kombinationsimpfstoffs sowohl mit einem zugelassenen Grippeimpfstoff als auch mit Comirnaty verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass der Kombinationsimpfstoff in Bezug auf die Immunantwort gegen SARS-CoV-2 vergleichbar mit Comirnaty war. Das angestrebte Immunitätsziel gegen Influenza wurde jedoch nicht vollständig erreicht.
Während die Immunreaktionen gegen Influenza-A-Viren tendenziell stärker waren als beim Vergleichsgrippeimpfstoff, waren die Titer neutralisierender Antikörper und die Serokonversionsrate bei Influenza-B niedriger.
mRNA-basierter Grippeimpfstoff der zweiten Generation überzeugend
BioNTech und Pfizer arbeiten nun daran, die Formulierung ihres Kombinationsimpfstoffs zu optimieren, um die Immunantwort gegen Influenza-B zu verbessern. Weitere Schritte werden in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden geplant.
Zusätzlich hat Pfizer ein Update zu seinem trivalenten mRNA-basierten Grippeimpfstoff der zweiten Generation vermeldet. Dieser Impfstoff zeigte im Vergleich zu einem zugelassenen Grippeimpfstoff ermutigende Daten und weist eine robuste Immunogenität gegen alle Influenza-Stämme auf.
Herausforderungen bei Influenza-B-Impfantworten
Der Wettbewerber Moderna hat im Juni dieses Jahres bereits positive Ergebnisse aus der Phase-III-Studie zu seinem Kombinationsimpfstoff mRNA-1083 veröffentlicht, der ebenfalls gegen Influenza und Covid-19 wirkt.
Dieser Impfstoff zeigte im Vergleich zu den Standardimpfstoffen stärkere Immunantworten gegen SARS-CoV-2 sowie gegen Influenza-A- und Influenza-B-Stämme. Doch auch Moderna hatte anfangs Schwierigkeiten mit der Immunantwort gegen Influenza-B, die durch Anpassungen des Impfstoffs überwunden werden konnten.
Ähnliche Probleme traten auch bei einem mRNA-basierten Grippeimpfstoff des Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac und seinem Partner GSK auf, der in einer Phase-II-Studie geringere Antikörpertiter gegen Influenza-B erzeugte als die Vergleichsgrippeimpfung.










