DGHO-Jahrestagung 2024: Innovation in Diagnostik und Therapie - Neue Chancen und gesundheitspolitische Herausforderungen

Auf der DGHO-Jahrestagung vom 11. bis 14. Oktober 2024 werden neueste Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie hämatologischer und onkologischer Erkrankungen sowie die ethischen, finanziellen und gesundheitspolitischen Herausforderungen diskutiert.

Kongress Vortrag

Die bevorstehende Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO), die vom 11. bis 14. Oktober 2024 in Basel stattfindet, steht ganz im Zeichen der jüngsten Fortschritte und Innovationen in der molekularen Diagnostik und zielgerichteten Therapie hämatologischer und onkologischer Erkrankungen.

In den letzten Jahren hat sich das Wissen in diesen Bereichen rasant erweitert, wodurch sich für Patientinnen und Patienten neue Chancen auf moderne diagnostische Verfahren und innovative Therapieoptionen ergeben haben. Diese Entwicklungen und ihre Implikationen werden von führenden nationalen und internationalen Expertinnen und Experten intensiv diskutiert. Zudem werden wichtige gesundheitspolitische Fragen aufgegriffen, die die Zukunft der medizinischen Forschung und Versorgung beeinflussen.

Die Zukunft der Diagnostik und Therapie: Chancen und Herausforderungen

In der Hämatologie und Onkologie steht die Medizin an der Schwelle zu einer neuen Ära, in der Diagnostik und Therapie zunehmend individueller und präziser auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt werden. Diese neuen Erkenntnisse führen nicht nur zu einer Verbesserung der Therapieergebnisse, sondern bieten auch die Möglichkeit, Nebenwirkungen zu minimieren und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu verbessern.

Die Jahrestagung bietet ein Forum, um diese Fortschritte in der Diagnostik und Therapie umfassend zu diskutieren. Neben innovativen multimodalen Behandlungsmethoden wie Checkpoint-Inhibitoren, bispezifischen Antikörpern und CAR-T-Zelltherapien steht auch die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Onkologie im Fokus. 

KI-basierte Systeme können durch die Analyse großer Datenmengen zu einer genaueren Diagnose und Prognose beitragen und somit die Entscheidungsfindung in der klinischen Praxis unterstützen. Diese Entwicklungen stellen jedoch nicht nur medizinische, sondern auch ethische und finanzielle Herausforderungen dar.

Der direkte Austausch: Von unschätzbarem Wert

Nach den Einschränkungen der letzten Jahre aufgrund der COVID-19-Pandemie betonen die Organisatoren der Jahrestagung, wie wichtig der persönliche Austausch zwischen Fachkolleginnen und -kollegen ist. 

Prof. Dr. med. Anne Angelillo-Scherrer, Klinikdirektorin und Chefärztin des Inselspitals Bern, hebt hervor, dass der direkte interdisziplinäre und interprofessionelle Austausch ein zentrales Element des wissenschaftlichen Fortschritts darstellt: „In den Jahren nach der Pandemie haben wir deutlich gesehen, dass der direkte interdisziplinäre und interprofessionelle Austausch von Kolleginnen und Kollegen vor dem Hintergrund des rasanten Wissenszuwachses von unschätzbarem Wert ist.“ 

Gemeinsam mit Prof. Dr. med. Peter Brossart vom Universitätsklinikum Bonn hat sie in diesem Jahr die Kongresspräsidentschaft inne.

Kosten und Nutzen innovativer Therapien: Eine gesundheitspolitische Herausforderung

Während die wissenschaftlichen Fortschritte in der Onkologie große therapeutische Möglichkeiten eröffnen, stellen die hohen Kosten innovativer Therapien die Gesundheitssysteme vor erhebliche finanzielle Herausforderungen. Prof. Brossart hebt hervor, dass diese hochpreisigen Therapien eine kritische Diskussion über das Gleichgewicht zwischen dem medizinisch Machbaren, ethisch Vertretbaren und ökonomisch Tragbaren erfordern.

Die Tagung bietet daher nicht nur ein Forum für den medizinischen Austausch, sondern auch für den gesundheitspolitischen Dialog. Die Frage, wie die Kosten innovativer Therapien gerecht verteilt und finanziert werden können, wird eine der zentralen Diskussionen der Veranstaltung sein. Dabei sollen auch mögliche Lösungsansätze erörtert werden, wie z. B. die Etablierung neuer Finanzierungsmodelle oder die stärkere Einbindung von Patientenorganisationen in Entscheidungsprozesse.

Evidenzbasierte Medizin: Akademische klinische Studien als Fundament

Ein weiterer Schwerpunkt der Jahrestagung ist die zentrale Rolle akademisch initiierter klinischer Studien für die evidenzbasierte Medizin, die unerlässlich sind, um die Sicherheit und Wirksamkeit neuer Behandlungen zu evaluieren und kontinuierlich zu verbessern. Prof. Dr. med. Andreas Hochhaus, Vorsitzender der DGHO, erläutert, dass die kontinuierliche Durchführung solcher Studien entscheidend ist, um die Therapiequalität in der Hämatologie und Onkologie zu gewährleisten.

Ein Forum für Innovation und Kooperation

Die Jahrestagung 2024 bietet ein bedeutendes Forum für die Diskussion über die Zukunft der Diagnostik und Therapie in der Hämatologie und Onkologie. Durch die enge Kooperation zwischen verschiedenen Fachdisziplinen und die Integration neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse wird die Veranstaltung dazu beitragen, innovative Behandlungsansätze zu fördern und gesundheitspolitische Rahmenbedingungen zu gestalten, die eine optimale Patientenversorgung ermöglichen.

Besuchen Sie uns auf der DGHO-Jahrestagung!

Wir von der Gelben Liste freuen uns, in diesem Jahr ebenfalls auf der DGHO vertreten zu sein. Besuchen Sie uns an unserem Stand (U.12) und tauschen Sie sich mit uns aus. Wir freuen uns auf interessante Gespräche und den persönlichen Austausch!

Autor:
Stand:
17.09.2024
Quelle:

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie: Pressemitteilung, 10. September 2024. 

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