Albiglutid

Albiglutid zählt zu den Inkretin-Mimetika. Der Wirkstoff ähnelt also dem körpereigenen Inkretin, das beim Abbau des Blutzuckers eine wichtige Rolle spielt.

Anwendung

GaxoSmithKline (GSK) hat 2017 angekündigt, dass es die Herstellung und den Vertrieb von Albiglutid (Markennamen Tanzeum und Eperzan ) weltweit einstellen wird, weil das Medikament auf dem Markt nicht wettbewerbsfähig war. 

Die Produktion wurde 2018 vollständig eingestellt.

Der Wirkstoff Albiglutid wurde zur Behandlung von Diabetes mellitus vom Typ 2 eingesetzt. 

Wirkmechanismus

Albiglutid ist ein GLP-1-Rezeptoragonist (Glucagon-like Peptide-1), der zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt wurde. Es bindet an den GLP-1-Rezeptor auf Betazellen der Bauchspeicheldrüse und stimuliert die Insulinfreisetzung in Abhängigkeit vom Blutzuckerspiegel. Gleichzeitig hemmt es die Glucagonsekretion, was zu einer Reduktion der hepatischen Glukoseproduktion führt. Albiglutid verzögert zudem die Magenentleerung, was den postprandialen Blutzuckerspiegel weiter senkt und zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl beiträgt. Dank seiner strukturellen Modifikation durch Fusion mit Albumin hat Albiglutid eine verlängerte Halbwertszeit, die eine einmal wöchentliche Verabreichung ermöglichte.

Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Reaktionen an der Injektionsstelle und Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfall.

Autor:
Stand:
02.10.2024
Quelle:

Fachinformation Eperzan

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