Benproperin
Benproperin ist ein zentral wirksames Antitussivum, das eingesetzt wird zur symptomatischen Behandlung von Reizhusten insbesondere bei unproduktivem Husten, bei dem die Schleimproduktion keine entscheidende Rolle spielt.
Benproperin: Übersicht

Anwendung
Benproperin ist ein Hustenstiller, der vor allem in der Behandlung von Reizhusten eingesetzt wird. Der Wirkstoff gilt als gute Alternative zu Codein, da er im Gegensatz zu dem Opiat nicht die Atmung dämpft, sondern den Atemantrieb sogar beschleunigt.
Wirkmechanismus
Benproperin zählt zur Wirkstoffgruppe der nicht-opioiden Hustenstiller (Antitussiva). Die Wirkweise ist nicht bekannt. Man geht davon aus, dass Benproperin die Weiterleitung des Hustenreizes auf dem Weg von der Lunge ins Gehirn unterbricht, wahrscheinlich am sogenannten afferenten Schenkel des Reflexbogens, dem 2. von 5 Schritten im Hustenreflex.
Nebenwirkungen
Benproperin gilt als gut verträglich und nebenwirkungsarm. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen von Benproperin gehören Schläfrigkeit, Übelkeit und Mundtrockenheit, die allerdings sehr selten auftreten.
Kontraindikationen
Benproperin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder bei Kindern unter 7 Jahren.
Schwangerschaft
In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sollte Benproperin nur bei einer strengen Indikationsstellung eingesetzt werden. Obwohl Tierversuche keine Hinweise auf embryotoxische oder teratogene Wirkungen gezeigt haben, gibt es noch nicht genügend Erfahrungen zur Anwendung beim Menschen während der Schwangerschaft. Daher sollte die Anwendung stets sorgfältig abgewogen und kritisch geprüft werden.
Verkehrstüchtigkeit
Benproperin kann das Reaktionsvermögen auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, das Bedienen von Maschinen, sowie das Ausüben gefahrvoller Tätigkeiten beeinträchtigt werden.
Anwendungshinweise
Chronischer Husten kann ein erstes Anzeichen für Asthma bronchiale sein. Daher sollte Benproperin, insbesondere bei Kindern, nicht zur Hustenlinderung ohne vorherige Diagnose verwendet werden. Bei gleichzeitiger Behandlung mit einem Schleimlöser ist Vorsicht geboten, da Benproperin das Abhusten des Schleims beeinträchtigen kann.
Alternativen
Alternativen zu Benproperin bei der Behandlung von Husten, insbesondere bei trockenem Reizhusten, können folgende Medikamente sein:
- Fachinformation Tussafug
- Geisslinger, Gerd, et al. "Mutschler Arzneimittelwirkungen." (2020).










