Definition
- Zustand der physischen und mentalen Erschöpfung, oft arbeitsbezogen
- Ursprünglich 1974 von Herbert Freudenberger beschrieben
- Äußert sich in vegetativen Symptomen, die sich auch in Ruhephasen nicht zurückbilden
Epidemiologie
- 2,9% der deutschen Bevölkerung hat die Diagnose Burnout
- Besonders betroffen: Gesundheitswesen, Kreativberufe, Selbstständige
- Risiko steigt mit hoher Eigenverantwortung und Perfektionismus
Pathogenese
- Innere Faktoren: Ehrgeiz, Perfektionismus, Bedürfnis nach Anerkennung
- Äußere Faktoren: Hoher Arbeitsdruck, fehlende Wertschätzung, mangelnde Kontrolle
- Dauerhafter Stress führt zu Erschöpfung, auch außerhalb der Arbeit
Klinik
- Erschöpfung: Überforderung, Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen
- Zynismus/Distanzierung: Verbitterung, emotionale Distanz zur Arbeit
- Leistungsabfall: Gefühl verringerter Kompetenz und Produktivität
Diagnostik
- Anamnese zur Differenzierung von Depression und anderen Erkrankungen
- Messinstrumente: Maslach-Burnout-Inventar zur Erfassung von Beschwerden
- Ausschluss organischer Erkrankungen wie Schilddrüsenerkrankungen, Anämie
Therapie
- Kognitive Verhaltenstherapie: Anpassung von Einstellungen, Stressbewältigung
- Körperpsychotherapie: Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training
- Kurzfristige Medikamentengabe bei schwerer Symptomatik
Prognose
- Erhöhtes Risiko für Depressionen, Angststörungen und Hypertonie
- Frühzeitige Therapie und Prävention verbessern die Langzeitprognose










