Definition
- Chronische arterielle Durchblutungsstörung der Extremitäten
- Meist durch Atherosklerose bedingte Stenosen oder Okklusionen der Beinarterien
- Führt zu belastungsabhängigen Schmerzen und, in schweren Fällen, zu Ruheschmerz und Gangrän
Epidemiologie
- Prävalenz 3-10%, steigend mit dem Alter
- Häufiger bei Männern, besonders bei Rauchern und Diabetikern
- Weltweit ca. 202 Millionen Betroffene, steigende Zahlen in Deutschland
Pathogenese
- Hauptursache: Atherosklerose, verschlimmert durch Risikofaktoren wie Rauchen, Hypertonie und Diabetes
- Atherosklerotische Plaques verursachen Stenosen, die den Blutfluss behindern
- Fortschreitende Ischämie kann zu Gewebetod und Amputation führen
Klinik
- Claudicatio intermittens: Schmerz in Beinen beim Gehen, Besserung in Ruhe
- Fortgeschritten: Ruheschmerz, Taubheitsgefühl, kalte Extremitäten, trophische Störungen
- Schwere Stadien: Nekrosen, Gangrän, drohende Amputation
Diagnostik
- Knöchel-Arm-Index (ABI) als primäres diagnostisches Instrument
- Ergänzende Untersuchungen bei unklaren ABI-Werten: Zehendruckmessung, Duplexsonografie
- Bildgebung (MRA, CTA, DSA) zur Planung invasiver Eingriffe
Therapie
- Risikofaktorenmanagement: Nikotinkarenz, Diabeteskontrolle, Blutdrucksenkung
- Gehtraining als Basistherapie bei Claudicatio intermittens
- Invasive Behandlungen: Endovaskuläre und gefäßchirurgische Verfahren zur Revaskularisation
Prognose
- Erniedrigter ABI als Indikator für erhöhte kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität
- Spontane Besserung der Claudicatio in ca. 25% der Fälle, Verschlechterung in ca. 25%
- Hohe Mortalitätsrate und Amputationsrisiko bei kritischer Extremitätenischämie










