Globale Fortschritte und Herausforderungen
In Ländern wie Togo zeigt sich der Erfolg gemeindebasierter Ansätze und aktiver Fallsuche, wodurch Infektionszahlen auf niedrigem Niveau gehalten werden, so die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) in ihrer aktuellen Pressemeldung. Dennoch gibt es jährlich etliche Neuinfektionen, vor allem bei Kindern.
Lepra sowie andere vernachlässigte Tropenkrankheiten (engl. neglected tropical diseases, NTDs), sind weiterhin vor allem in tropischen Ländern verbreitet und betreffen schätzungsweise mehr als eine Milliarde Menschen.
Post-Expositions-Prophylaxe (PEP): Schutz durch Rifampicin
Seit 2018 empfiehlt die WHO den Einsatz von Rifampicin zur Post-Expositions-Prophylaxe. Die PEOPLE-Studie (2024) untersuchte die Effektivität dieses Ansatzes in Madagaskar und den Komoren. Mit über 109.000 gescreenten Personen reduzierte PEP das Risiko individueller Infektionen um 45 %. Für eine nachhaltige Wirkung wird jedoch eine flächendeckende Implementierung empfohlen.
Impfstoffentwicklung: Hoffnung auf einen „Gamechanger“
Ein potenzieller Lepra-Impfstoff, der präventiv und therapeutisch wirkt, befindet sich in klinischen Tests in Brasilien. Laut Expertin Dr. Christa Kasang könnte der Impfstoff mit einer Schutzdauer von bis zu zehn Jahren die Bekämpfung entscheidend voranbringen.
Fazit und Ausblick
Trotz Fortschritten erfordert die Eliminierung von Lepra kontinuierliche Investitionen in Forschung, Prävention und Gesundheitsintegration. Der WHO-Plan zur Eliminierung von NTDs bis 2030 bietet Orientierung, um diese Ziele zu erreichen.
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