Kompakt: BfR warnt vor Glycerin in Slush-Ice

BfR und EFSA warnen: Glycerin in Slush-Ice kann insbesondere bei Kindern gesundheitlich relevante Effekte auslösen.

Slush-Ice-GLO

Das Wichtigste in Kürze

  • Slush-Ice-Getränke enthalten häufig Glycerin (E 422), das für die typische halbgefrorene Konsistenz sorgt.
  • Nach aktueller Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) können bereits vergleichsweise kleine Mengen gesundheitlich relevante Effekte hervorrufen.

Warum Glycerin kritisch gesehen wird

  • Glycerin dient nicht nur als Lebensmittelzusatzstoff, sondern wird auch als Arzneistoff eingesetzt. 
  • Mögliche Beschwerden sind unter anderem Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. 
  • Die Symptome treten häufig innerhalb einer Stunde nach dem Konsum auf.

Das zeigen die aktuellen Bewertungen

  • Die EFSA hat erstmals eine akute Referenzdosis für Glycerin in Getränken festgelegt: 125 mg/kg Körpergewicht.
  • Nach Berechnungen der Behörde kann diese Menge bei typischem Slush-Ice-Konsum überschritten werden.
  • Besonders Kinder gelten als gefährdet.

Zahlen aus Deutschland

  • Grundlage der BfR-Bewertung waren 62 amtliche Untersuchungen von Slush-Ice-Getränken.
  • Der mittlere Glyceringehalt lag bei 26,2 g/L.
  • Knapp die Hälfte der Proben enthielt mehr als 25 g/L Glycerin.
  • In einzelnen Produkten wurden Konzentrationen von bis zu 142 g/L gemessen.

Was bedeutet das für Verbraucher?

  • Kinder können aufgrund ihres geringeren Körpergewichts schneller kritische Aufnahmemengen erreichen.
  • Mehrere Slush-Ice-Getränke innerhalb weniger Stunden erhöhen das Risiko.
  • Verbraucher können den Glyceringehalt derzeit nicht erkennen.
  • Das BfR empfiehlt deshalb insbesondere bei Kindern einen zurückhaltenden Konsum.

Hier geht’s zum Langtext: BfR warnt vor Glycerin im Slush-Ice: Mehr als nur ein Zusatzstoff.

Autor:
Stand:
27.07.2026
  • Teilen
  • Teilen
  • Teilen
  • Drucken
  • Senden