Kompakt: Langfristig erhöhtes Brustkrebsrisiko nach falsch-positiver Mammografie

Eine schwedische Analyse von Brustkrebs-Screenings zeigt, dass Frauen mit einem falsch-positiven Mammografiebefund in den darauffolgenden Jahren ein gesteigertes Brustkrebsrisiko aufweisen. Hier die Details in Kürze.

Langfristig erhöhtes Brustkrebsrisiko nach falsch-positiver Mammografie

Studienziel

  • Bewertung des Langzeitrisikos für Brustkrebs nach einem falsch-positiven Mammografie-Ergebnis

Ergebnisse

  • 11,3% der Frauen mit falsch-positivem Ergebnis entwickelten Brustkrebs in 20 Jahren
  • Risikoerhöhung um 61% im Vergleich zu Frauen ohne falsch-positiven Befund
  • Verdoppeltes Risiko (Hazard Ratio [HR] 2,02) bei Frauen im Alter von 60 bis 75 Jahren
  • Höheres Risiko bei geringer mammografischer Brustdichte (HR 4,65) und nach Biopsie (HR 1,77)

Datenquelle

  • Basierend auf Stockholmer Mammografie-Programm mit 467.343 Teilnehmerinnen (bevölkerungsbasierte Kohortenstudie von 1991 bis 2020)
  • Einschluss von 45.213 Frauen mit falsch-positivem Ergebnis
  • Zudem 1.113 Frauen mit falsch-positivem Ergebnis aus dem “Karolinska Mammography Project for Risk Prediction of Breast Cancer” (statistische Analyse von April 2022 bis Februar 2023)

Fazit & Ausblick

  • Deutlich erhöhtes Brustkrebsrisiko und Sterblichkeitsrisiko bei Frauen nach falsch-positivem Befund
  • Erkenntnisse könnten zur Entwicklung eines individuellen, risikobasierten Brustkrebs-Screenings beitragen

Hier geht's zum Langtext Langfristig erhöhtes Brustkrebsrisiko nach falsch-positiver Mammografie

Autor:
Stand:
24.11.2023
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