Impfstoffe gegen Suchterkrankungen sollen über Antikörper die Wirkung psychoaktiver Substanzen hemmen und so Rückfälle reduzieren.
Hintergrund
- Suchtimpfstoffe stellen einen neuen Therapieansatz dar, der sich deutlich von klassischen pharmakologischen Behandlungen unterscheidet.
- Im Fokus steht die Unterstützung bereits abhängiger Patienten.
Funktionsprinzip im Körper
- Die Impfung regt das Immunsystem zur Bildung spezifischer Antikörper gegen bestimmte Substanzen an.
- Diese Antikörper binden die Droge im Blutkreislauf.
- Dadurch wird verhindert, dass die Substanz die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann.
- Die psychoaktive Wirkung wird reduziert oder bleibt aus.
Beispiel Oxycodon-Impfstoff
- Ein Impfstoff gegen Oxycodon zeigte im Tiermodell, dass gebildete Antikörper die Substanz im Blut abfangen und den Eintritt ins Gehirn verhindern.
Fazit
- Ziel ist nicht die Prävention des Erstkonsums, sondern die Rückfallprophylaxe.
- Der Ansatz greift nicht direkt an neuronalen Rezeptoren an.
- Impfstoffe befinden sich derzeit überwiegend in frühen Entwicklungsphasen.
- Offene Fragen betreffen u. a. die Dauer des Impfschutzes und individuelle Immunantworten.












