Kompakt: Neueinführung Iqirvo bei primär biliärer Cholangitis

Mit Iqirvo (Elafibranor) kommt zum 15. Oktober 2024 ein neues Medikament zur Behandlung der primär biliären Cholangitis auf den deutschen Markt. Iqirvo wirkt als dualer Agonist von PPAR-alpha und PPAR-delta, wodurch es die Gallensäuresynthese reguliert, die Entgiftung unterstützt und die Entzündung mindert.

Neueinführung Iqirvo (Elafibranor)

Was ist Iqirvo?

  • Einführung am 15.10.2024 in Deutschland
  • Wirkstoff Elafibranor
  • PPARα und δ-Agonist
  • Zugelassen bei erwachsenen Patienten mit primär biliärer Cholangitis, die nicht ausreichend auf Ursodeoxycholsäure ansprechen oder diese nicht vertragen
  • Zulassung basiert auf Daten der Phase-III-Studie ELATIVE

Wirkmechanismus

  • Elafibranor ist dualer Agonist der Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptoren (PPAR) α und δ
  • Die Rezeptoren spielen eine Schlüsselrolle bei der Regulation der Gallensäure-Homöostase, der Reduktion von Entzündungen und der Vorbeugung von Fibrose in der Leber
  • Elafibranor vermindert toxische Wirkung von Gallensäuren
  • Fördert die Verbesserung der Cholestase, indem es Synthese, Entgiftung und Abtransport von Gallensäuren unterstützt
  • Wirkt entzündungshemmend, trägt zur Verbesserung der Lebergesundheit bei

Anwendung & Hinweise

  • Orale Anwendung
  • Häufige Nebenwirkungen: Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Verstopfung, Gallensteine, erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte
  • Schwerwiegende Nebenwirkungen: ggf. Dosisanpassung oder -unterbrechung nötig
  • Wechselwirkungen: keine CYP-Interaktionen, Interaktion mit Statinen möglich
  • Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Elafibranor, Schwangerschaft, Frauen im gebärfähigen Alter ohne geeignete Verhütungsmethode

Hier geht's zum Langtext Neueinführung Iqirvo bei primär biliärer Cholangitis!

Autor:
Stand:
17.10.2024
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