Kompakt: Genmutationen beim Reninom: Neue Therapiechancen?

Eine Studie zeigt, dass Genmutationen im NOTCH1-Signalweg vermutlich ursächlich für die Entstehung von Reninomen sind. Dies eröffnet neue, nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten für die betroffenen Patienten. Hier die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Genmutationen beim Reninom: Neue Therapiechancen?

Das Reninom: Ein seltener Nierentumor

  • Reninome sind seltene Nierentumoren, die unkontrolliert Renin freisetzen
  • Symptome umfassen extrem hohen Blutdruck, Hypokaliämie und sekundären Hyperaldosteronismus
  • Die bisherige Behandlung erfolgt meist chirurgisch, eine vollständige Resektion bei bereits metastasierten Tumoren ist jedoch nicht möglich

Genomsequenzierung zur Erforschung der Ursachen

  • Eine Studie untersuchte Gewebeproben von zwei Patienten mittels Gesamtgenom- und Einzelkernsequenzierung
  • Ziel war es, die Ursachen für die Krebsentstehung zu identifizieren

Studienergebnisse

  • Als Ursache für die Tumorentstehung wurden Fehler im genetischen Code der Krebsgene NRARP und NOTCH1 identifiziert
  • Durch die fehlende Hemmung des NOTCH1-Signalweges durch NRARP kommt es zur unkontrollierten Freisetzung von Renin
  • Eine zusätzliche Veränderung im NOTCH1-Gen durch Rearrangement führt zu einer erhöhten Produktion von Renin

Fazit & Ausblick

  • Bereits existierende NOTCH1-Inhibitoren könnten zukünftig als neue, nicht-operative Therapieoption dienen
  • Obwohl die Studie auf nur zwei Probanden basiert, sind die Analysen so konsistent mit den vorherigen Annahmen, dass Experten zuversichtlich sind, bald eine nicht-operative Behandlung für Reninome untersuchen zu können

Hier geht's zum Langtext: Genmutationen beim Reninom: Neue Therapiechancen?

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Stand:
20.11.2023
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