Indikationen
- Akute starke Schmerzen, wenn andere Analgetika nicht ausreichend wirken
- Behandlung von hohem Fieber, das nicht auf andere Antipyretika reagiert
Wirkmechanismus
- Metamizol zählt zu den nichtsauren Nicht-Opioidanalgetika
- Hemmung der Cyclooxygenase im zentralen Nervensystem: Dies führt zu einer reduzierten Prostaglandinsynthese, die für Schmerzen und Fieber verantwortlich ist
- Schwache spasmolytische Wirkung auf glatte Muskulatur
Dosierung
- Erwachsene und Jugendliche über 15 Jahre: 500-1000 mg bis zu 4-mal täglich, abhängig von der Schwere des Schmerzes
- Kinder: Die Dosis variiert je nach Alter und Körpergewicht des Kindes
Nebenwirkungen
- Agranulozytose (sehr selten)
- Hypotonie: Metamizol kann zu einem starken Abfall des Blutdrucks führen, insbesondere bei intravenöser Verabreichung
- Allergische Reaktionen: Diese können von milden Hautreaktionen bis zu schweren anaphylaktischen Reaktionen reichen
Wechselwirkungen
- Antikoagulanzien: Metamizol kann deren Wirkung verstärken und das Blutungsrisiko erhöhen
- Lithium: Metamizol kann die Lithiumausscheidung verringern und dadurch den Lithiumspiegel im Blut erhöhen
- Methotrexat: Metamizol kann die Ausscheidung von Methotrexat verringern und damit dessen toxische Wirkungen erhöhen
- Andere NSAR: Gleichzeitige Verabreichung kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Metamizol oder Pyrazolone
- Myelosuppression oder bestimmte Blutbildstörungen
- Schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörungen: Metamizol kann bei diesen Patienten zu erhöhten Toxizitätsrisiken führen
- Schwangerschaft und Stillzeit: Aufgrund unzureichender Daten zur Sicherheit sollte Metamizol vermieden werden










