Aktualisierung der Software für DMP Diabetes mellitus Typ 2

Die überarbeitete Software schließt aktuelle Therapieempfehlungen für Patienten mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko ein. Während die aktualisierte Version zur Dokumentation für Konsultationen im vierten Quartal 2023 verwendet werden soll, bleibt die bisherige Software-Version für das vorangegangene Quartal relevant.

Diabetes digital

Die Dokumentationssoftware für das Disease-Management-Programm (DMP) Diabetes mellitus Typ 2 erfährt zum 1. Oktober eine bedeutende Änderung. Ärzten wird empfohlen, ihre Dokumentationen für das dritte Quartal 2023 vor dieser Umstellung abzuschließen.

Hintergrund

Die Neuerung der Software ist eine direkte Reaktion auf die 2022 vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossene Aktualisierung des DMP Diabetes mellitus Typ 2. Dieser Beschluss wird nun in den Praxen konkret umgesetzt.

Neuerungen in der Dokumentation

In der DMP-Dokumentation wurden die beiden neuen Parameter, „SGLT-2-Inhibitor“ und „GLP-1-Rezeptoragonist“, integriert. Diese berücksichtigen die Vorteile der neuen antiglykämischen Substanzen für Patienten mit arteriosklerotischen Erkrankungen, chronischer Herzinsuffizienz und Nephropathie. Betroffenen Patienten wird nun die Kombinationstherapie aus Metformin und entweder einem SGLT2-Inhibitor oder GLP-1-Rezeptoragonisten empfohlen.

Parallel dazu wurden sechs bisherige Dokumentationsparameter entfernt, da sie in Bezug auf Qualitäts- oder Evaluationsparameter nicht mehr relevant sind.

Umstellungsprozess und Empfehlungen

Ab Oktober sind Ärzte angehalten, Konsultationen von Patienten, die im vierten Quartal 2023 stattfinden, mit der überarbeiteten Software zu dokumentieren. Für Patienten des vorangegangenen Quartals bleibt die bisherige Software-Version relevant. Um Komplikationen durch die gleichzeitige Verwendung beider Software-Versionen zu verhindern, rät die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) dringend dazu, alle Dokumentationen für das zweite und dritte Quartal bis Ende September abzuschließen.

Nach dem Quartalswechsel sollte das System jedoch in der Lage sein, die korrekte Software-Version auszuwählen. Bei Unsicherheiten ist der Kontakt zum Softwareanbieter oder IT-Dienstleister ratsam.

Die genauen Dokumentationsanforderungen sind in der DMP-Anforderungen-Richtlinie des G-BA festgelegt.

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