RSV-Impfempfehlungen in der Schwangerschaft nur unzureichend bekannt

Laut einer aktuellen US-Umfrage besteht große Unsicherheit darüber, welche Impfungen während der Schwangerschaft empfohlen werden – weniger als die Hälfte kennt die Empfehlung zur RSV-Impfung.

Schwangere Impfung

Die Gesundheit der Schwangeren prägt maßgeblich das Wohlbefinden des Kindes. Dazu gehört nicht nur der Lebensstil, sondern auch der Schutz vor Infektionskrankheiten durch empfohlene Impfungen. Fachgesellschaften weltweit betonen die Bedeutung der Immunisierung in der Schwangerschaft – einschließlich der Impfung gegen das respiratorische Syncytial-Virus (RSV), das vor allem bei Neugeborenen schwere Krankheitsverläufe auslösen kann.

Vor diesem Hintergrund befragte das Annenberg Public Policy Center (APPC) der University of Pennsylvania im April 2025 insgesamt 1.653 Erwachsene in den USA. Ziel war es, Wissensstände und Unsicherheiten zur Schwangerschaftsgesundheit und zu Impfempfehlungen zu ermitteln.

Geringe Bekanntheit der RSV-Impfempfehlung

Die Befragung zeigt deutliche Defizite beim Wissen um die RSV-Impfung:

  • Nur 47 % der Erwachsenen wussten, dass sie in der Schwangerschaft empfohlen wird.
  • Ebenfalls 47 % waren unsicher, 5 % gaben eine falsche Antwort.
  • Unter Frauen im gebärfähigen Alter (18–49 Jahre) lag die richtige Antwortquote bei 52 % – ein Rückgang um zehn Prozentpunkte im Vergleich zu 2024 (62 %).

Damit zählt die RSV-Impfung zu den am wenig bekanntesten Empfehlungen, obwohl ihr präventiver Nutzen für den Schutz von Säuglingen etabliert ist.

Vergleich mit anderen Impfungen – Wissen nimmt auch hier ab

Auch bei anderen empfohlenen Impfungen zeigt sich ein rückläufiges Wissen:

  • Influenza: 55 % nannten die Impfung korrekt (2024: 60 %).
  • Tdap (Tetanus, Diphtherie, Pertussis): Nur 37 % gaben die richtige Antwort (2024: 43 %).
  • MMR (Masern, Mumps, Röteln): Besonders groß war die Unsicherheit: Nur 11 % wussten korrekt, dass diese Lebendimpfung während der Schwangerschaft nicht empfohlen ist.

Fazit: Niedrige Bekanntheit der RSV-Impfung erfordert verstärkte Aufklärung

Die Daten machen deutlich: Die RSV-Impfung wird zwar häufiger korrekt genannt als die Tdap-Impfung, bleibt aber insgesamt nur unzureichend bekannt. Der Rückgang des Wissens im Vergleich zum Vorjahr unterstreicht den Bedarf an gezielter, evidenzbasierter Aufklärung. Nur so lässt sich der präventive Schutz von Mutter und Kind nachhaltig stärken.
 

Autor:
Stand:
01.10.2025
Quelle:
  1. Annenberg Public Policy Center of the University of Pennsylvania (APPC), ASAPH W24, 28. Juli 2025.
  2. Annenberg Public Policy Center of the University of Pennsylvania (APPC), Pressemitteilung, 29. Juli 2025.
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