Erhöhtes Alzheimer-Risiko bei Frauen
Mit dem Altern können Blutgefäße, einschließlich jener im Gehirn, durch kardiovaskuläre Risikofaktoren wie hohen Blutdruck, Diabetes und Rauchen beschädigt werden. Diese Risikofaktoren erhöhen nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch das Risiko für Demenz.
Obwohl bekannt ist, dass kardiovaskuläre Risikofaktoren das Risiko für Demenz erhöhen, ist weniger bekannt, warum Frauen ein größeres Risiko für die Alzheimer-Krankheit haben als Männer.
Verbindung zwischen Menopause und kognitiven Problemen untersucht
In einer Studie wurde untersucht, ob die hormonelle Veränderung während der Menopause, wie deren Zeitpunkt, eine Rolle bei dem erhöhten Risiko spielen könnte.
Hierzu wurden weibliche und männliche Teilnehmer, die nach Alter angeglichen waren, über einen Zeitraum von drei Jahren untersucht und miteinander hinsichtlich ihres kardiovaskulären Risikos und kognitiven Status verglichen.
Frauen wurden nach Alter bei Menopause unterteilt
Die Forscher teilten die weiblichen Teilnehmer in drei Gruppen ein: diejenigen, die eine frühere, durchschnittliche und spätere Menopause erlebten. Zudem wurde untersucht, ob sie eine Hormontherapie mit Östrogenen verwendet hatten.
Kardiovaskuläre Risikofaktoren und Kognition untersucht
Bei allen Teilnehmern wurden kardiovaskuläre Risikofaktoren wie hohes LDL-Cholesterin, Diabetes, Übergewicht und Rauchen analysiert. Den Teilnehmern wurden zu Beginn und am Ende der Studie eine Reihe von Denk- und Gedächtnistests durchgeführt.
Frühe Monopause in Zusammenhang mit kognitiven Problemen
Die Ergebnisse legen nahe, dass Frauen, die früh in die Menopause kommen und hohe kardiovaskuläre Risiken aufweisen, im Vergleich zu Männern desselben Alters signifikant stärkere kognitive Einbußen erleiden.
Kein Einfluss von Hormontherapie auf kognitiven Leistungsabfall
Hormontherapien hatten keinen Einfluss auf diese Ergebnisse, was die besondere Bedeutung von früher Menopause und kardiovaskulären Faktoren für den kognitiven Rückgang unterstreicht.
Menopausenalter sollte in Präventionsstrategien einbezogen werden
Die Studie betont die Notwendigkeit weiterer Langzeitforschung, um die Auswirkungen von früher Menopause und kardiovaskulären Risikofaktoren auf den kognitiven Rückgang umfassender zu verstehen.
Die vorläufigen Ergebnisse legen nahe, dass das Menopausenalter und kardiovaskuläre Risiken in Präventionsstrategien einbezogen werden sollten, um den kognitiven Rückgang effektiv zu behandeln.




