TECNIS PureSee: Neue EDoF-IOL zugelassen

Mit TECNIS PureSee ist in den USA eine neue Extended-Depth-of-Focus-Intraokularlinse zugelassen worden. Der Hersteller betont geringe visuelle Nebenwirkungen und eine Kontrastempfindlichkeit auf Monofokal-Niveau.

Augenarzt Augenoperation

Johnson & Johnson gab am 12. März 2026 die FDA-Zulassung der TECNIS PureSee als Extended-Depth-of-Focus-(EDoF)-Intraokularlinse für die Kataraktchirurgie bekannt. Neben der Behandlung der Katarakt soll die Linse auch presbyopiebedingte Einschränkungen adressieren und den funktionellen Sehbereich erweitern.

Welche Daten werden berichtet?

Patientenberichtete visuelle Nebenwirkungen

Nach Angaben des Herstellers gaben 97 % der implantierten Patienten an, keine sehr störenden visuellen Beeinträchtigungen wie Halos oder Blendphänomene wahrgenommen zu haben. Ebenfalls gaben 97 % an, die Linse im persönlichen Umfeld weiterempfehlen zu wollen.

Kontrastempfindlichkeit

Johnson & Johnson hebt hervor, dass die Kontrastempfindlichkeit der TECNIS PureSee mit der einer asphärischen monofokalen Intraokularlinse vergleichbar sei. In der Herstellerkommunikation wird sie zudem als erste in den USA FDA-zugelassene EDoF-IOL ohne spezifischen Warnhinweis zum Kontrastverlust beschrieben.

Optisches Konzept

In einem klinischen Kommentar wird PureSee als rein refraktiver EDoF-Ansatz beschrieben, der eine Erweiterung der Tiefenschärfe ermöglichen und gleichzeitig Dysphotopsien minimieren soll.

Einordnung

Für Fachkreise ist weniger die einzelne Prozentangabe entscheidend als das übergeordnete Signal: EDoF-Designs entwickeln sich zunehmend in Richtung eines erweiterten Sehbereichs bei möglichst monofokalähnlicher Bildqualität. Diese Entwicklung adressiert eine zentrale Anforderung der refraktiven Kataraktchirurgie.

Gleichzeitig bleibt zu berücksichtigen, dass die berichteten Daten überwiegend aus Herstellerangaben und Unternehmenskommunikation stammen. Aussagen zur klinischen Überlegenheit gegenüber etablierten EDoF- oder Monofokal-Konzepten lassen sich daraus derzeit nur eingeschränkt ableiten.

Was bedeutet das für Deutschland?

Die Meldung bezieht sich ausschließlich auf eine US-Zulassung. Aussagen zum EMA-Status, zur Erstattungsfähigkeit oder zur zeitnahen Verfügbarkeit in Deutschland lassen sich aus den genannten Quellen derzeit nicht ableiten.

Für die Versorgung und Beratung bleibt das Thema dennoch relevant, da auch hier die zentrale Frage lautet, wie groß der zusätzliche Sehbereich sein kann, ohne relevante Einbußen bei Kontrastwahrnehmung und visuellen Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen.

Autor:
Stand:
08.06.2026
Quelle:
  1. Ophthalmology Times – Q1 2026 happenings in ophthalmology: Major highlights
  2. Johnson & Johnson – FDA approval of TECNIS PureSee IOL
  3. Optometry Times – FDA approves Johnson & Johnson’s TECNIS PureSee EDoF IOL
  4. Healio – FDA approves Johnson & Johnson’s Tecnis PureSee IOL

Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Zuhilfenahme von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt, redaktionell geprüft und freigegeben. Für die inhaltliche Richtigkeit und Aktualität wurden zusätzlich die angegebenen Originalquellen herangezogen.

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