Die Europäische Kommission hat die Zulassung des Mpox-Impfstoffs Imvanex auf Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren ausgeweitet und folgt damit der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) [1]. Diese Entscheidung beruht auf positiven Zwischenergebnissen einer klinischen Studie, die bei Jugendlichen eine vergleichbare Wirksamkeit, Sicherheit und Immunantwort wie bei Erwachsenen gezeigt hat. Die Zulassungserweiterung soll die afrikanischen Länder im Kampf gegen die fortdauernde Ausbreitung von Mpox unterstützen.
Die Epidemie betrifft bereits 15 afrikanische Länder, nachdem Marokko letzte Woche einen Ausbruch mit drei verdächtigen und einer bestätigten Infektion gemeldet hat.
EU-Kommissarin betont Fortschritte im Schutz von Jugendlichen vor Mpox
„Obwohl das Gesamtrisiko einer Mpox-Infektion für die allgemeine EU-Bevölkerung nach wie vor gering ist, arbeiten wir auf EU-Ebene kontinuierlich an einer angemessenen Vorbereitung“, erklärte die EU-Kommissarin für Gesundheit, Stella Kyriakides. „Die Möglichkeit, dass Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren jetzt mit einem sicheren und wirksamen Impfstoff geschützt werden können, ist ein wichtiger Schritt nach vorn.“
Die EU steht in engem Kontakt mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Afrika CDC), um die Entwicklung von Mpox zu überwachen. Gleichzeitig arbeitet die EMA mit afrikanischen Regulierungsbehörden zusammen, um die Zulassung des Impfstoffs auf dem Kontinent voranzutreiben, erklärte Kyriakides.
Aktuelle Mpox-Fallzahlen in Afrika: Epidemie weiterhin nicht unter Kontrolle
In Afrika sind seit Anfang 2024 insgesamt 29.152 Mpox-Fälle (darunter 6.105 bestätigte) und 738 Todesfälle registriert. In der vergangenen Woche wurden insgesamt 2.912 neue Fälle entdeckt, von denen 374 bestätigt wurden, gab der Generaldirektor der Afrika CDC Jean Kaseya auf einer telematischen Pressekonferenz bekannt. Er räumte ein, dass die Epidemie „nicht unter Kontrolle“ sei [2].
Impfkampagnen: Herausforderungen trotz erster Impfstofflieferungen
In Ruanda wurde bislang eine Impfkampagne gestartet, bei der etwa 500 Personen geimpft wurden. Allerdings gehört Ruanda nicht zu den am schwersten betroffenen Ländern. Die Lage in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) und in Burundi ist deutlich kritischer. Dort stehen die Impfpläne noch aus, und die infrastrukturellen Bedingungen des zweitgrößten Landes Afrikas erschweren den Zugang zu vielen Gebieten. Dies betrifft auch die Einhaltung der Kühlkette für Impfstoffe in ländlichen Regionen.









