Für fast alle Arten von Hautkrebs ist ultraviolette (UV)-Strahlung einer der Hauptrisikofaktoren. Es gibt keinen Schwellenwert, bis zu dem die Exposition als sicher gilt [1].
Ultraviolette Strahlung
Sonnenstrahlung setzt sich unter anderem aus (kurzwelligen) ultravioletten B-Strahlen („UVB-Strahlung“) und (langwelligen) ultravioletten A-Strahlen („UVA-Strahlung“) zusammen.
UVB-Strahlung ist hauptsächlich für eine Entzündung der Haut und eine daraus resultierende Rötung (Erythem, „Sonnenbrand“) verantwortlich. UVA-Strahlung lässt die Haut vorzeitig altern [2].
UV-Strahlung ist so energiereich, dass sie Schäden an der Erbsubstanz verursachen kann. Geringe Schäden bessern Reparaturenzyme wieder aus. Dauerhafte Veränderungen der DNA können zu Hautkrebs führen. DNA-Schäden können bereits entstehen, bevor sich ein Sonnenbrand zeigt [1].
Wenn der Sonnenbrand abgeheilt ist, sieht die Haut äußerlich wieder aus, wie zuvor. Langfristig bilden sich aber mehr Falten und Pigmentflecken [1].
Sonnenschutz
Pflegemittel mit UV-Filtern können einen Sonnenbrand verhindern. Es gibt Hinweise, dass sie auch einer vorzeitigen Hautalterung entgegenwirken.
Die Schutzwirkung eines Sonnenschutzmittels hängt von seinem Lichtschutzfaktor ab. Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies ohne das Sonnenschutzmittel möglich wäre [3].
Sonnenschutzprodukte schützen idealerweise sowohl gegen UVB- als auch gegen UVA-Strahlung. Der angegebene Lichtschutzfaktor bezieht sich jedoch lediglich auf den Schutz gegen die UVB-Strahlung, die hauptsächlich Erytheme hervorruft. Auch Produkte mit Breitbandfiltern können nicht sämtliche UV-Strahlen filtern. Kein Mittel bietet einen hundertprozentigen Schutz [2].
Auf den Produkten ist die Schutzwirkung außer als Lichtschutzfaktor auch in Kategorien („niedrig“, „mittel“, „hoch“ und „sehr hoch“) angegeben. Dabei entsprechen die Kategorien den folgenden Lichtschutzfaktoren [2,4]:
Kategorie | Lichtschutzfaktor (LSF) | |
| Auf dem Etikett angegeben | Im Test gemessen | |
| niedriges Schutzniveau | 6 | 6—9,9 |
| 10 | 10—14,9 | |
| mittleres Schutzniveau | 15 | 15—19,9 |
| 20 | 20—24,9 | |
| 25 | 25—29,9 | |
| hohes Schutzniveau | 30 | 30—49,9 |
| 50 | 50—59,9 | |
| sehr hohes Schutzniveau | 50+ | 60≤ |
Richtig anwenden
Für den bestmöglichen Schutz müssen Sonnenschutzmittel häufig und wiederholt aufgetragen werden. Um das angegebene Schutzniveau zu erreichen, müssen Verbraucher dieselben Mengen anwenden, wie in den genormten Tests, nämlich 2 mg/cm2. Bei einer zu geringen Menge reduziert sich die Schutzwirkung unverhältnismäßig. Trägt beispielweise eine Person nur die Hälfte der benötigen Menge auf, kann das die Schutzwirkung um zwei Drittel vermindern [2].










