Einleitung
Seit 1. September 2025 ist Leqembi (Lecanemab) in Deutschland verfügbar. Die Therapie richtet sich gezielt gegen Amyloid-β-Plaques und kann den Krankheitsverlauf im frühen Stadium der Alzheimererkrankung verlangsamen.
Was ist Leqembi?
- Humanisierter monoklonaler Antikörper.
- Zugelassen für erwachsene Patienten mit leichter kognitiver Störung oder leichter Demenz durch Alzheimer.
- Voraussetzung: nachgewiesene Amyloid-Pathologie, höchstens ein ApoE4-Gen.
- Nicht geeignet: homozygoter ApoE4-Genstatus oder fortgeschrittene Erkrankung.
- Zulassung basiert auf einer Studie mit 1.795 Patienten, in der eine signifikant langsamere kognitive Verschlechterung beobachtet wurde.
Wirkmechanismus
- Bindet selektiv lösliches Amyloid-β.
- Hemmt Aggregation zu Plaques.
- Führt zu Reduktion der Amyloid-Last im Gehirn.
- In Verbindung mit verlangsamtem kognitiven Abbau.
Anwendung & Hinweise
- Dosierung: 10 mg/kg alle zwei Wochen i.v.
- Durchführung durch geschultes Personal.
- Überwachung: kognitive Kontrolle alle 6 Monate, MRT-Kontrollen zur ARIA-Diagnostik.
- Häufigste Nebenwirkungen: ARIA (Ödeme/Blutungen), Infusionsreaktionen, Kopfschmerzen.
- Höheres ARIA-Risiko bei zwei ApoE4-Kopien.
- Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit, unkontrollierte Blutungsstörungen, laufende Antikoagulation, frühere intrakranielle Blutungen.
- Keine klinisch relevanten Wechselwirkungen bekannt.
Hier geht's zum Langtext: Neueinführung Leqembi: Therapieoption bei früher Alzheimer-Krankheit









