Lieferengpass aufgrund erhöhter Nachfrage
Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) informiert über einen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldeten Lieferengpass von Temodal® (Temozolomid) 2,5 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung.
Der Eintrag in die Lieferengpassdatenbank erfolgte am 13. April 2026, das Ende des Engpasses ist für den 17. Juni 2026 terminiert. Als Grund wird eine erhöhte Nachfrage angegeben. Der Lieferengpass wird als kritisch eingestuft.
Anwendungsgebiete von Temozolomid
Temozolomid ist ein Zytostatikum, das unter anderem zur Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostiziertem Glioblastoma multiforme eingesetzt wird. Darüber hinaus wird es bei Kindern ab drei Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen mit rezidivierenden oder progredienten malignen Gliomen verwendet.
Empfehlungen zur Anwendung und Hinweise zur Versorgung
Da die parenterale Applikationsform von Temozolomid nicht bei allen Patienten durch eine orale Therapie ersetzt werden kann und therapeutische Alternativen nicht zur Verfügung stehen, empfiehlt das BfArM, die Anwendung der Infusionslösung auf Patienten zu beschränken, bei denen eine orale Gabe nicht vertretbar ist.
Die Versorgung mit Temozolomid zur oralen Anwendung ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht vom Lieferengpass betroffen.
Die AMK bittet, belieferte Stationen und Institutionen angemessen zu informieren.
Meldung von Nebenwirkungen
Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit temozolomidhaltigen Arzneimitteln sollen unter www.arzneimittelkommission.de gemeldet werden.












