Mit dem Update zum 1. November 2025 erweitert die Gelbe Liste ihre Datenbank um zahlreiche neue Präparate. Die Neuzugänge spiegeln wichtige Fortschritte in der medikamentösen Behandlung verschiedener Krankheitsbilder wider, darunter innovative Wirkstoffe für die Onkologie und Neurologie. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten neuen Arzneimittel mit Angaben zu Handelsnamen, Herstellern, Wirkstoffen und Indikationen.
Kisunla (350 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung)
Präparat: Kisunla 350 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Hersteller: Lilly Deutschland GmbH
Darreichungsform: Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Wirkstoff: Donanemab (humanisierter monoklonaler Antikörper)
Indikation: Behandlung erwachsener Patienten mit früher symptomatischer Alzheimer-Krankheit (leichte kognitive Störung und leichte Demenz), bei bestätigter Amyloid-Pathologie.
Besonderheiten:
- Bindung an modifiziertes Beta-Amyloid und Förderung der Plaque-Entfernung durch Mikroglia-vermittelte Phagozytose.
- EU-weit zugelassen seit September 2025.
- Stufenweise Dosierung, maximale Behandlungsdauer 18 Monate.
- Häufige Nebenwirkungen: Amyloid-bedingte Bildgebungsanomalien (Ödeme, Blutungen), Kopfschmerzen, infusionsbedingte Reaktionen.
- Therapieüberwachung mit regelmäßigen MRT-Kontrollen erforderlich.
- Nicht geeignet für homozygote Träger des Apolipoprotein E4-Allels, Kinder oder Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen.
Innovationsgrad: neuer monoklonaler Antikörper
Mehr zu Kisunla erfahren Sie hier.
ROMVIMZA (14 mg, 20 mg, 30 mg Hartkapseln)
Präparate:
Hersteller: Deciphera Pharmaceuticals (Netherlands) B.V.
Darreichungsform: Hartkapseln
Wirkstoff: Vimseltinib
Indikation: Behandlung von erwachsenen Patienten mit symptomatischen tenosynovialen Riesenzelltumoren, die mit einer klinisch relevanten Verschlechterung der körperlichen Funktionsfähigkeit einhergehen und bei denen chirurgische Optionen ausgeschöpft sind oder zu einer inakzeptablen Morbidität oder Behinderung führen würden.
Besonderheiten:
- Selektiver Tyrosinkinase-Inhibitor mit neuartigem Wirkmechanismus (Hemmung des Kolonie-stimulierenden Faktor-1-Rezeptors).
- EU-weit zugelassen seit September 2025.
- Therapieoption für Patienten ohne chirurgische Alternativen.
- Häufige Nebenwirkungen: Erhöhte Leberwerte, Ödeme, Ausschlag, Bluthochdruck, Juckreiz, Kreatininanstieg.
- Langzeitsicherheit noch nicht abschließend bewertet, zusätzliche Überwachung erforderlich.
- Nicht für Kinder, Schwangere oder Patienten mit schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung geeignet.
Innovationsgrad: neuer Wirkstoff
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Neue Arzneimittel 1. November 2025










