Herausforderung Hauttyp-Definition
- Dermatologie basiert hauptsächlich auf visuellen Diagnosen
- Lehrmaterialien zeigen meist Bilder von Menschen mit heller Haut
- Hauttypen werden oft nach Fitzpatrick eingeteilt, was den ethnischen Ursprung nicht berücksichtigt
- Diagnose-Scores sind meist auf Menschen mit europäischem Ursprung ausgelegt, was zu falschen Diagnosen bei SoC führen kann
- Der Experte Andrew Alexis betont beim Kongress die Notwendigkeit, die Augen zunächst auf gesunden Hautarealen zu "kalibrieren", um Unterschiede in der Hautfarbe bei SoC zu erkennen
Hyperpigmentierung – ein zentrales Anliegen bei SoC
- Dunkle Haut reagiert auf Entzündungen oft mit Hyper- oder Hypopigmentierung
- Übermäßige Narbenbildung und Keloide können auftreten
- Nach erfolgreicher Behandlung von Krankheiten können hyperpigmentierte Stellen zurückbleiben
- Patienten sollten darüber informiert werden
- Behandlungsmöglichkeiten: Retinoide, Azelainsäure, Salizylsäure, chemische Peelings, Tyrosinaseinhibitoren und Vitamin B-Komplexe
Besonderheiten bei Hautkrebs
- Menschen mit SoC haben eine geringere 5-Jahres-Überlebensrate bei Melanomen (75%) im Vergleich zu Menschen mit heller Haut (92,9%)
- Plattenepithel- und Basalzellkarzinome sind bei SoC häufiger
- Effektiver Sonnenschutz ist essenziell, um vor Hyperpigmentierung zu schützen
- Der Experte Ibrahima Traore empfahl beim Kongress, besonders auf Regionen mit Narben und chronischen Entzündungen zu achten
Zukunft der Dermatologie: Inklusivität und Anpassung
- Mit weltweiter Migration wird das Bewusstsein für SoC-Besonderheiten auch in Ländern wie Deutschland wichtiger
- Online-Ressourcen, z.B. die Webseite der Skin of Color Society, können Dermatologen unterstützen
- Es ist entscheidend, dass die Dermatologie sich anpasst, um Menschen mit allen Hauttönen optimal zu versorgen










