Kompakt: Sephience – neue Therapie bei Phenylketonurie

Sephience (Sepiapterin) senkt bei Phenylketonurie-Patienten wirksam die Phenylalaninspiegel im Blut.

Sephience Sepiapterin

Seit dem 15. Juli 2025 steht Sephience zur Behandlung der Phenylketonurie (PKU) zur Verfügung. Die orale Sepiapterin-Therapie ermöglicht eine effektive Senkung erhöhter Phenylalaninspiegel.

Was ist Sephience?

  • Wirkstoff: Sepiapterin
  • Indikation: Hyperphenylalaninämie bei PKU
  • Zielgruppe: Neugeborene bis Erwachsene
  • Formulierung: Pulver zum Einnehmen (250 mg und 1.000 mg Beutel)
  • Zulassung: EU-Zulassung am 19. Juni 2025, Markteinführung in Deutschland am 15. Juli 2025

Wirkmechanismus

  • Sepiapterin ist Vorläufer von BH4, einem PAH-Kofaktor
  • Wird im Körper stufenweise zu BH4 umgewandelt
  • Stabilisiert defekte PAH-Enzyme als Chaperon
  • Erhöht die intrazelluläre BH4-Konzentration
  • Fördert den Abbau von Phenylalanin durch verbesserte PAH-Aktivität

Anwendung & Hinweise

  • Anwendung: Einmal täglich, individuell dosierbar (Standard: 60 mg/kg)
  • Verabreichung: Mit einer Mahlzeit, eingerührt in Wasser, Saft oder weiche Nahrung
  • Häufige Nebenwirkungen: Infekte der oberen Atemwege, Kopfschmerzen, Diarrhö, abdominelle Beschwerden
  • Weitere UAW: Hypophenylalaninämie, Stuhlverfärbung
  • Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe, hereditäre Fructose-Intoleranz
  • Wechselwirkungen: Vorsicht bei DHFR-Hemmern, SR-Hemmern, NO-Donatoren, PDE-5-Hemmern, Levodopa
  • Anwendung ausschließlich durch erfahrene PKU-Spezialisten

Hier geht es zum Langtext: Neueinführung Sephience: Sepiapterin-Behandlung bei Phenylketonurie

Autor:
Stand:
24.07.2025
  • Teilen
  • Teilen
  • Teilen
  • Drucken
  • Senden
Orphan Disease Finder
Orphan Disease Finder

Hier können Sie seltene Erkrankungen nach Symptomen suchen: