Seit Anfang August 2024 sind in Europa die neuen variantenangepassten Covid-19-Impfstoffe erhältlich, die für die Saison 2024/2025 entwickelt wurden. Nun hat auch die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) ihre Genehmigung für aktualisierte Covid-19-Impfstoffe erteilt. Diese unterscheiden sich jedoch von den europäischen Versionen.
In Europa sind die neuen Impfstoffe von BioNTech/Pfizer seit dem 6. August bestellbar. Auch in den USA werden Pfizer und Moderna bald Millionen von Impfdosen verschicken. Novavax erwartet, dass sein angepasster Impfstoff etwas später verfügbar sein wird.
Angepasste Covid-19-Impfstoffe: USA setzen auf KP.2-Anpassung, Europa auf JN.1
Covid-19-Impfstoffe, die in den USA und Europa für die aktuelle Saison zugelassen sind, weisen geringe Unterschiede in ihrer Zusammensetzung auf. Während die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgte und die Impfstoffe an die Omikron-Variante JN.1 anpasste, entschied sich die FDA für die verwandte FLiRT-Variante KP.2. Die Behörde wählte die KP.2-Anpassung, obwohl ein Expertengremium der FDA ursprünglich ebenfalls JN.1 empfohlen hatte.
Die Entscheidung basiert auf Daten, die nahelegen, dass das KP.2-Antigen möglicherweise eine breitere Immunantwort auslöst als das JN.1-Antigen. Dennoch zeigen Herstellerstudien, dass auch Impfstoffe, die auf JN.1 basieren, Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bieten, die durch Untervarianten wie KP.2, KP.3 und andere Subvarianten von JN.1 verursacht werden.
Herausforderungen durch SARS-CoV-2-Mutationen
Es ist ungewöhnlich, dass EMA und FDA unterschiedliche Empfehlungen aussprechen, und es bleibt abzuwarten, ob sich diese Unterschiede in der Wirksamkeit der Impfstoffe niederschlagen werden. Ein großes Problem bleibt die schnelle Mutation von SARS-CoV-2, die es den Herstellern erschwert, ihre Impfstoffe kontinuierlich an die neuesten Virusvarianten anzupassen. Derzeit sind weder JN.1 noch KP.2 die dominierenden Varianten in den USA und Europa.
STIKO empfiehlt Auffrischimpfung für Risikogruppen
Besonders Menschen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe sollten nicht zögern, sich zeitnah mit den variantenangepassten Covid-19-Impfstoffen impfen zu lassen.
Der Schutz durch die frühere Impfstoffgeneration, die auf die XBB.1.5-Variante abzielte, ist mittlerweile nicht mehr ausreichend.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt eine Auffrischung mit den aktuellen Impfstoffen für alle älteren Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen.
Es gibt jedoch Ausnahmen: Personen, die kürzlich an Covid-19 erkrankt sind, sollten nach der Genesung mindestens drei Monate warten, bevor sie eine Auffrischimpfung in Anspruch nehmen.









