Paracetamol in der Schwangerschaft: EMA bestätigt unveränderte Empfehlungen

Die EMA hat die Sicherheit von Paracetamol in der Schwangerschaft überprüft. Das Ergebnis: Die Empfehlungen bleiben unverändert. Embryotox bestätigt die Anwendung in allen Trimenons.

Schwangere Tabletteneinnahme

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Sicherheit von Paracetamol in der Schwangerschaft erneut bewertet. Das Ergebnis: Die bisherigen Empfehlungen bleiben bestehen. Paracetamol kann weiterhin in allen Phasen der Schwangerschaft angewendet werden, sofern dies medizinisch erforderlich ist.

Hintergrund 

Paracetamol ist eines der am häufigsten eingesetzten Schmerz- und Fiebermittel weltweit. Es wird seit Jahrzehnten auch in der Schwangerschaft verwendet und gilt als bewährte Therapieoption.

Bewertung von EMA, Embryotox und ENTIS

Erstes Trimenon 

Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen, wenn Paracetamol im ersten Schwangerschaftsdrittel eingenommen wird. Einzelne Studien haben ein leicht erhöhtes Risiko für bestimmte Fehlbildungen wie Gastroschisis diskutiert, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Kombinationspräparaten mit Pseudoephedrin. Diese Hinweise konnten jedoch nicht bestätigt werden. Auch Beobachtungen zu einem verringerten anogenitalen Abstand bei männlichen Neugeborenen sind widersprüchlich und erlauben keine gesicherte Aussage.

Zweites und drittes Trimenon 

In späteren Phasen der Schwangerschaft wurde in einigen Studien ein möglicher Zusammenhang zwischen Paracetamol und Auffälligkeiten in der neurologischen Entwicklung (z. B. ADHS oder Autismus-Spektrum-Störungen) diskutiert. ENTIS bewertet die Evidenz hierzu jedoch als schwach, inkonsistent und methodisch fehlerbehaftet. Viele Studien leiden unter Selektionsbias und unzureichender Kontrolle von Störfaktoren wie genetischen oder familiären Einflüssen. ENTIS betont, dass Paracetamol weiterhin das Analgetikum der Wahl in der Schwangerschaft ist, sofern es in der niedrigsten wirksamen Dosis und für die kürzest mögliche Dauer angewendet wird.

Allgemeine Empfehlung 

Paracetamol sollte nur bei Bedarf, in der niedrigsten wirksamen Dosis und für die kürzest mögliche Dauer eingenommen werden. Hohe Dosen sind potenziell toxisch, gleichzeitig können unbehandelte Schmerzen oder Fieber ebenfalls Risiken für Mutter und Kind bergen.

Autor:
Stand:
17.10.2025
Quelle:

Hinweis: Diese Meldung wurde unter Zuhilfenahme von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt, redaktionell geprüft und freigegeben. Für die inhaltliche Richtigkeit und Aktualität wurden die folgenden Originalquellen herangezogen:

  1. EMA-Mitteilung vom 23.09.2025: Use of paracetamol during pregnancy unchanged in the EU, abgerufen am 15.10.25 
  2. Embryotox: Paracetamol, abgerufen am 15.10.25 
  3. OFFICIAL ENTIS POSITION STATEMENT: Paracetamol (acetaminophen, APAP) use in pregnancy vom 4. Oktober 2021, abgerufen am 15.10.25

 

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