Indikationen / Krankheitsbild
- Betrifft ca. 10 % der Frauen im reproduktiven Alter
- Hauptsymptome: Dysmenorrhoe, chronische Unterbauchschmerzen, Dyspareunie, Zyklus-assoziierte Beschwerden, Infertilität
- Häufig assoziiert mit eingeschränkter Lebensqualität
Diagnostik
- Mittel der Wahl: transvaginale Sonografie (bei erfahrenen Untersuchern)
- MRT als ergänzende Methode, z. B. für Operationsplanung
- Laparoskopie nur noch bei unklarer Bildgebung oder geplanter Operation empfohlen
- Ziel: Reduktion invasiver Verfahren
Therapie
Therapie – hormonell
- Erstlinientherapie: Gestagene (z. B. Dienogest, Norethisteronacetat, Levonorgestrel-Hormonspirale)
- Alternative: kombinierte orale Kontrazeptiva (bei Verträglichkeit)
- Zweitlinientherapie: GnRH-Analoga nur bei Versagen der Erstlinientherapie, immer mit Add-back-Therapie
- Aromatasehemmer & Progesteron-Rezeptor-Modulatoren: keine Standardtherapie
Therapie – Schmerzmanagement
- Multimodales Konzept empfohlen:
- Medikamentöse Schmerztherapie (z. B. NSAR)
- Physiotherapie
- Psychotherapie
- Edukative Maßnahmen
Therapie – operativ
- Indikation individuell, v. a. bei:
- Organdestruktionen (z. B. Darm),
- abklärungsbedürftigen Ovarialbefunden,
- unerfülltem Kinderwunsch.
- Laparoskopie als Standardzugang
- Ziel: Schmerzlinderung, Vermeidung von Organschäden, Verbesserung der Fertilität
Komplementäre Verfahren
- Evidenzbasierte Empfehlungen erstmals aufgenommen
- Optionen: Akupunktur, Phytotherapie, Yoga, Ernährungstherapie
Psychosomatik & Begleittherapie
- Psychotherapie bei chronischem Schmerz, Infertilität oder Begleiterkrankungen empfohlen
- Selbsthilfegruppen und spezialisierte Zentren positiv bewertet
Prognose
- Chronischer Verlauf, hohe Rezidivrate (20–80 %)
- Rezidivprävention durch kontinuierliche hormonelle Therapie möglich










