Endometriose Kompakt

Endometriose zählt zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Im Juni 2025 wurde die aktualisierte S2k-Leitlinie veröffentlicht.

Endometriose-GLO

Indikationen / Krankheitsbild

  • Betrifft ca. 10 % der Frauen im reproduktiven Alter
  • Hauptsymptome: Dysmenorrhoe, chronische Unterbauchschmerzen, Dyspareunie, Zyklus-assoziierte Beschwerden, Infertilität
  • Häufig assoziiert mit eingeschränkter Lebensqualität

Diagnostik

  • Mittel der Wahl: transvaginale Sonografie (bei erfahrenen Untersuchern)
  • MRT als ergänzende Methode, z. B. für Operationsplanung
  • Laparoskopie nur noch bei unklarer Bildgebung oder geplanter Operation empfohlen
  • Ziel: Reduktion invasiver Verfahren

Therapie

Therapie – hormonell

Therapie – Schmerzmanagement

  • Multimodales Konzept empfohlen:
    • Medikamentöse Schmerztherapie (z. B. NSAR)
    • Physiotherapie
    • Psychotherapie
    • Edukative Maßnahmen

Therapie – operativ

  • Indikation individuell, v. a. bei:
    • Organdestruktionen (z. B. Darm),
    • abklärungsbedürftigen Ovarialbefunden,
    • unerfülltem Kinderwunsch.
  • Laparoskopie als Standardzugang
  • Ziel: Schmerzlinderung, Vermeidung von Organschäden, Verbesserung der Fertilität

Komplementäre Verfahren

  • Evidenzbasierte Empfehlungen erstmals aufgenommen
  • Optionen: Akupunktur, Phytotherapie, Yoga, Ernährungstherapie

Psychosomatik & Begleittherapie

  • Psychotherapie bei chronischem Schmerz, Infertilität oder Begleiterkrankungen empfohlen
  • Selbsthilfegruppen und spezialisierte Zentren positiv bewertet

Prognose

  • Chronischer Verlauf, hohe Rezidivrate (20–80 %)
  • Rezidivprävention durch kontinuierliche hormonelle Therapie möglich

Hier geht’s zu den Langtexten Endometriose und Aktualisierte S2k-Leitlinie Endometriose

Autor:
Stand:
21.08.2025
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