Einführung
- Hauptrisikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen.
- Oft spät erkannt aufgrund minimaler Beschwerden.
- Unterbehandlung ist häufig.
- ICD-10 Code: I10 - Essentielle (primäre) Hypertonie.
Definition und Messung
- Bluthochdruck: Blutdruckwerte ≥140mmHg systolisch und/oder ≥90 mmHg diastolisch.
- Diagnose basiert auf dem höheren Wert, sei es systolisch oder diastolisch.
Epidemiologie
- Über 1 Milliarde Betroffene weltweit.
- Prävalenz bei Erwachsenen: 30-45%.
- Risiko steigt mit dem Alter; über 60% der über 60-Jährigen sind betroffen.
- Erwarteter Anstieg der Hypertonie-Patienten bis 2025: 15-20%.
Folgen
- 2015: Hauptursache für 10 Millionen vorzeitige Todesfälle.
- Folgen: Herzkrankheiten, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Nierenerkrankungen und mehr.
- Erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern, kognitive Störungen und Demenz.
Ursachen
- 90-95% der Fälle: Keine erkennbare Ursache (primäre Hypertonie).
- 5-10%: Sekundäre Hypertonie mit identifizierbarer Ursache wie Nierenarterienstenose.
Risikofaktoren
- Genetik, hohe Kochsalzzufuhr, fettreiche Ernährung, Adipositas, Stress, Rauchen, Alkohol, bestimmte Medikamente.
Pathogenese
- Blutdruck abhängig von Herzzeitvolumen und Gefäßwiderstand.
- Unterscheidung zwischen Volumen- und Widerstandshochdruck.
Symptome
- Oft asymptomatisch.
- Mögliche Symptome: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität, Tinnitus, Müdigkeit, Kurzatmigkeit.
Diagnostik
- Hauptmethode: Blutdruckmessung.
- Kategorisierung des Blutdrucks basierend auf ESC/ESH-Leitlinien.
- Weitere Untersuchungen: Anamnese, körperliche Untersuchung, Laboruntersuchungen.
Therapie
- Ziel: Senkung des Blutdrucks.
- Lebensstiländerungen: Salzreduktion, gesunde Ernährung, Bewegung, Raucherentwöhnung.
- Medikamentöse Therapie: Kombinationen von Wirkstoffklassen wie ACE-Hemmer, Betablocker, Diuretika.
- Bei therapieresistenter Hypertonie: Spezialisierte Maßnahmen wie Nierennervenablation.
Prophylaxe
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Reduzierung von Salz- und Fettzufuhr.
- Regelmäßige Bewegung: Mindestens 30 Minuten moderate Bewegung an 5 bis 7 Tagen pro Woche, wie z.B. Walken, Joggen oder Radfahren.
- Vermeidung von Risikofaktoren: Raucherentwöhnung, mäßiger Alkoholkonsum und Vermeidung von übermäßigem Stress.









