Checkpoint-Inhibition
- Checkpoint-Inhibitoren (ICI) stellen eine innovative Klasse von Medikamenten in der onkologischen Medizin dar, die darauf abzielen, die Immunantwort gegen Tumorzellen zu modulieren.
- Während sie die Interaktion zwischen T-Lymphozyten und Tumorzellen blockieren, um die Erkennung von Krebszellen zu optimieren, besteht das Risiko von Autoimmunreaktionen durch Überstimulation des Immunsystems.
Rheumatische Nebenwirkungen
- Immuntherapie-bedingte Nebenwirkungen (IRAE) durch ICIs können diverse Organsysteme beeinflussen.
- Ein signifikanter Anteil der Patienten, die eine ICI-Therapie erhalten, manifestiert rheumatische und muskuloskelettale Symptome, wobei Arthritis in bis zu 16% der Fälle dokumentiert wurde.
Fallstudien
- Auf dem Deutschen Rheumatologiekongress wurden spezifische Fälle von Patienten präsentiert, die nach der Einleitung einer ICI-Therapie axiale inflammatorische Veränderungen zeigten.
- Diese Patienten wurden zuvor wegen malignem Melanom mit Checkpoint-Inhibitoren wie Nivolumab, Pembrolizumab und Ipilimumab behandelt.
Behandlung und Ergebnisse
- Die therapeutische Intervention bestand aus nicht steroidalen Antirheumatika in Kombination mit Prednisolon.
- Zwei der vorgestellten Fälle zeigten eine positive Remissionsreaktion auf diese Behandlung.
Pathophysiologie
- Die Pathophysiologie hinter IRAE ist komplex und nicht vollständig elucidated.
- Es wird postuliert, dass die Hemmung inhibitorischer Immunregulatoren zu einer Überstimulation des Immunsystems führt.
Diagnostische Herausforderungen
- Die klinischen Manifestationen von IRAE können denen von etablierten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ähneln, ohne jedoch alle diagnostischen Kriterien zu erfüllen.
- Angesichts der steigenden Anwendung von ICIs ist eine vertiefte Kenntnis und Differenzierung von IRAE von entscheidender Bedeutung.










