GLP-1-Rezeptoragonisten Kompakt

Glucagon-like peptide 1 (GLP-1-)Rezeptoragonisten (Inkretinmimetika) werden zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 in Kombination mit anderen Antidiabetika oder als Monotherapie, wenn Metformin nicht indiziert ist, eingesetzt.

GLP-1-Rezeptoragonisten

Anwendung

  • Verwendung bei Diabetes mellitus Typ 2, kombiniert mit anderen Antidiabetika oder als Monotherapie, falls Metformin nicht vertragen wird oder kontraindiziert ist
  • Parenterale Anwendung aufgrund der Peptidstruktur (Ausnahme: Semaglutid)

Wirkmechanismus

  • Analoga des physiologischen Inkretins GLP-1
  • Aktivierung des GLP-1-Rezeptors beeinflusst die glucoseabhängige Insulinfreisetzung und führt zur Senkung des Blutzuckerspiegels
  • Zusätzliche Effekte: Appetitminderung, verlangsamte Magenentleerung, Senkung der Glucagonfreisetzung

Nebenwirkungen

  • Gastrointestinale Beschwerden (z.B. Übelkeit, Diarrhö)
  • ZNS-Beschwerden (z.B. Kopfschmerzen, Nervosität)
  • Gefahr einer akuten Pankreatitis
  • Nasopharyngitis
  • Hypoglykämien treten meist in Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin auf

Kontraindikationen

Wirkstoffe

Kurzwirksame GLP-1-Analoga

Langwirksame GLP-1-Analoga

Hinweise

  • Erhöhtes Risiko für Hypoglykämien bei Kombination mit Sulfonylharnstoffen, Gliniden oder Insulin
  • Verzögerte Magenentleerung durch GLP-1-Rezeptoragonisten kann die Resorptionsgeschwindigkeit oral applizierter Arzneimittel reduzieren
  • Gastrointestinale Nebenwirkungen können eingeschränkter Nierenfunktion durch Dehydrierung verschlechtern
  • Patienten über Symptome einer akuten Pankreatitis informieren

Hier geht's zum Langtext GLP-1-Rezeptoragonisten

Autor:
Stand:
18.10.2023
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