Kompakt: DGPPN 2023: Medikamente gegen Angststörungen im Alter

Angststörungen sind die häufigsten affektiven Störungen und können auch im höheren Lebensalter noch im Vordergrund stehen. Die Kombination von Pharmakotherapie und Psychotherapie verspricht die beste Wirksamkeit.

Angststörungen im Alter

Angststörungen im Alter

  • Angststörungen sind die häufigsten affektiven Störungen
  • Höchste Inzidenz bei 10- bis 14-Jährigen, gefolgt von 35- bis 44-Jährigen
  • Abnahme der Inzidenz nach dem 65. Lebensjahr
  • Spezifische Phobien, Sozialphobien, Panikstörungen und generalisierte Angststörungen können aber auch nach dem 45. Lebensjahr vorherrschen

Behandlungsansätze

  • Kombination von Pharmakotherapie und Psychotherapie als effektivste Methode
  • Bei spezifischen Phobien wird primär Psychotherapie empfohlen
  • Für soziale Phobie, Panikstörung und generalisierte Angststörung wird zusätzlich eine Pharmakotherapie empfohlen

Empfohlene Wirkstoffe

Zu vermeidende Wirkstoffe

Besondere Sicherheitsaspekte

  • Stärkere Berücksichtigung unerwünschter Wirkungen nötig aufgrund von Multimorbidität und abnehmender Organleistung
  • Besondere Beachtung von
    QT-Zeiten
    – Blutungsneigung
    – Blutdruckerhöhung
    – Hyponatriämie
    – Harnverhalt
  • Bei unzureichender Wirkung Therapiewechsel auf andere Wirkstoffe erwägen
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Stand:
14.12.2023
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