Indikationen
Anwendung
- Subkutane oder intravenöse Injektion
- Dosierung nach Körperoberfläche
- Drei- bis sechswöchige Behandlungszyklen
Wirkmechanismus
- Reversibler, hochselektiver Inhibitor des 26S-Proteasoms
- Hemmt den Abbau zellulärer Proteine und stört dadurch wichtige Überlebensmechanismen von Tumorzellen
- Hemmt den NFκB-Signalweg und fördert die Apoptose
- Führt zur Ansammlung fehlgefalteter Proteine und verstärktem Stress auf das Endoplasmatische Retikulum
- Tumorzellen reagieren besonders empfindlich auf die Proteasom-Hemmung
Nebenwirkungen
Häufig:
- Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Obstipation
- Müdigkeit, Fieber
- Thrombozytopenie, Anämie, Neutropenie
- Periphere Neuropathie, Kopfschmerzen, Parästhesien
- Verminderter Appetit
- Dyspnoe
- Hautausschlag
- Herpes zoster
- Myalgie
Schwerwiegend:
- Herzversagen
- Tumor-Lyse-Syndrom
- Pulmonale Hypertonie
- Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES)
Wechselwirkungen
- CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Ritonavir) können die Bortezomib-Spiegel erhöhen
- CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Johanniskraut, Phenytoin) können die Wirksamkeit vermindern
- Erhöhtes Risiko für Hypo- und Hyperglykämien bei gleichzeitiger Einnahme oraler Antidiabetika
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Bortezomib oder Bor
- Akute diffus infiltrative pulmonale und perikardiale Erkrankungen












