Indikation
- Vorbeugung von nach Chemotherapie oder Strahlentherapie verzögerter Übelkeit und Erbrechen
- Symptomatische Behandlung von Übelkeit und Erbrechen
- Behandlung von durch Migräne verursachter Übelkeit und Erbrechen
Darreichungsformen
- Tabletten
- Lösung zum Einnehmen
- Suppositorien
- Injektionslösung (intravenös)
- Retardkapsel
Dosierung
- Einzeldosis: 10 mg (max. 30 mg oder 0,5 mg/kg Körpergewicht täglich)
- Retardkapsel: 30 mg Dosierung (1x täglich)
- Abstand zwischen Dosen mind. 6 Stunden (24 Stunden bei Retardkapsel)
- Anwendungsdauer: max. 5 Tage
Wirkmechanismus
Antiemetische Wirkung
- Antagonismus an Dopamin-D2- und Serotonin-5-HT3-Rezeptoren
Prokinetische (motilitätsfördernde) Wirkung
- Hemmung präsynaptischer und postsynaptischer D2-Rezeptoren
- Agonismus an Serotonin-5-HT4-Rezeptoren
- Antagonismus der Muskarinrezeptor-Hemmung
- Effekt: verstärkte Acetylcholin-Freisetzung
→ Unterer Ösophagussphinkter- und Magentonus erhöht
→ beschleunigte Magenentleerung
Nebenwirkungen
- Somnolenz
- Diarrhoe
- Asthenie
- Extrapyramidales Syndrom (EPS), Parkinsonismus, Akathisie
- Depression
- Hypotonie, schwerwiegende kardiovaskuläre Wirkungen (bei intravenöser Anwendung)
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen MCP
- Gastrointestinale Blutungen/Perforation, mechanische Obstruktionen
- Phäochromozytom
- Spätdyskinesien, Methämoglobinämie oder NADH-Cytochrom-B5-Reduktase-Mangel
- Epilepsie oder Morbus Parkinson
- Kombination mit Levodopa/dopaminergen Agonisten
- Kinder <1 Jahr
Wechselwirkungen
- Alkohol, ZNS-dämpfende Arzneimittel: erhöhte sedierende Wirkung
- Anticholinergika, Morphinderivate: Effekte antagonisieren sich
- Neuroleptika: erhöhtes EPS-Risiko
- Serotonerge Arzneimittel: erhöhtes Risiko für Serotonin-Syndrom
- Mivacurium, Suxamethonium: ggf. verlängerte neuromuskuläre Blockade
- Digoxin, Ciclosporin, starke CYP2D6-Hemmer: gegenseitiger Einfluss auf Bioverfügbarkeit
- Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Dosisreduktion nötig









