Indikationen
- Panikattacken, phobische und generalisierte Angststörungen
- Angstzustände bei Schizophrenie und Depressionen
- Schlafstörungen
- In der Neurologie als Antiepileptika
- In der Anästhesiologie bei diagnostischen Eingriffen
Wirkmechanismus
- Bindung an die modulatorische Benzodiazepin-Bindungsstelle des transmembranären GABA-A-Rezeptors.
- Erhöhung der Affinität des Neurotransmitters GABA an seine Bindungsstelle am GABA-A-Rezeptor.
- Gesteigerte Öffnungsfrequenz GABA-gesteuerter Chlorid-Ionenkanäle führt wiederum zur verstärkten Hyperpolarisation der Zelle.
- Basierend auf ihrer chemischen Struktur sowie ihrem metabolischen Abbau unterscheiden sich die Benzodiazepine in ihrer Potenz und Wirkdauer.
Nebenwirkungen
- Müdigkeit, Schläfrigkeit, Konzentrationsschwäche und Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit
- Atemstörungen, amnestische Störungen und anterograde Amnesie
- Abhängigkeits- und Missbrauchspotenzial, insbesondere bei längerer Anwendung
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit
- schwere Ateminsuffizienz
- Abhängigkeitsanamnese
- Myasthenia gravis
- Schwangerschaft (Anwendung nur in Ausnahmefällen!)
- Stillzeit
Hinweise
- Einsatz von Flumazenil als Antagonist bei schweren Benzodiazepin-Vergiftungen
Wirkstoffe
Alternativen
- Andere Anxiolytika wie Carbamate und Buspiron.
- Andere Hypnotika/Sedativa wie Z-Substanzen und Barbiturate.
- Andere zentral wirksame Muskelrelaxanzien wie Tolperison und Baclofen.










