Retinoide Kompakt

Retinoide haben vielfältige Funktionen – beispielsweise können sie bei Akne, Psoriasis und trockenem Auge eingesetzt werden.

Retinol_GLO

Retinol und seine Derivate – die Retinoide – sind zentrale Wirkstoffe bei Hauterkrankungen wie Akne und Psoriasis sowie beim trockenen Auge. Ihre Wirkung entfalten sie über nukleäre Rezeptoren, was vielfältige therapeutische Effekte ermöglicht.

Wirkmechanismus und Einsatzgebiete:

Retinoide regulieren die Genexpression über Retinoid-Säure-Rezeptoren (RAR) und Retinoid-X-Rezeptoren (RXR).

  • Topisch: Tretinoin, Adapalen und Tazaroten fördern die Zellerneuerung bei Akne oder lichtbedingter Hautalterung.
  • Systemisch: Isotretinoin und Acitretin werden bei schweren Hauterkrankungen wie Psoriasis eingesetzt.
  • Ophthalmologisch: Retinolhaltige Präparate wie Vita POS verbessern die Muzinproduktion bei trockenem Auge.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen:

  • Topische Retinoide: Hautreizungen.
  • Systemische Retinoide: Stark teratogen, können Leber- oder Lipidstoffwechselstörungen auslösen. 
  • Kombinationen mit Tetracyclinen oder reizenden Substanzen sind kontraindiziert.

Wirkstoffwahl nach Generation:

  1. Generation: Tretinoin, Isotretinoin (breite Anwendung)
  2. Generation: Acitretin (Psoriasis)
  3. Generation: Adapalen, Tazaroten (gezieltere Wirkung, bessere Verträglichkeit)

Fazit

Retinoide ermöglichen in Dermatologie und Ophthalmologie differenzierte Therapien, erfordern jedoch ein sorgfältiges Risikomanagement.

Hier geht’s zum Langtext Retinol

Autor:
Stand:
14.04.2025
  • Teilen
  • Teilen
  • Teilen
  • Drucken
  • Senden
Orphan Disease Finder
Orphan Disease Finder

Hier können Sie seltene Erkrankungen nach Symptomen suchen: