Anwendung
- Indikationen Migräne und Cluster-Kopfschmerzen
- Einnahme sollte bei den ersten Anzeichen einer Migräneattacke erfolgen
- Bei anderen Kopfschmerzarten wirken Triptane nicht
Wirkmechanismus
- Triptane aktivieren Serotonin (5-Hydroxytryptamin)-Rezeptoren (5-HT1B und 5-HT1D)
- Stimulation von 5-HT1B-Rezeptoren führt zur Verengung der erweiterten Blutgefäße in der Hirnhaut
- Agonismus an 5-HT1D-Rezeptoren führt zur verminderten Freisetzung von proinflammatorischen Neuropeptiden → Inhibierung der Schmerzweiterleitung im trigeminalen System
- Unterschiedliche Wirkstärken und Halbwertszeiten je nach Substanz
Nebenwirkungen
- Müdigkeit, Schwindel
- Schwere- und Schwächegefühl
- Engegefühl in der Brust
- Medikamenteninduzierter Dauerkopfschmerz (insbesondere bei häufiger Gabe)
Wechselwirkungen
- MAO-Hemmer führen bei einigen Triptanen (Sumatriptan, Rizatriptan und Zolmitriptan) zu einer Erhöhung der Plasmaspiegel
- Viele Triptane sind CYP450-Substrate und agieren als Inhibitoren von CYP-Enzymen
- Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs), MAO-Hemmer und Johanniskrautpräparate: Risiko eines Serotonin-Syndroms
- 5-HT1B/1D-Rezeptoragonisten können die Resorption anderer Arzneimittel verzögern
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff
- Koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt, Schlaganfall, mittelschwere bis schwere Hypertonie
- Leber- oder Niereninsuffizienz
- Gleichzeitige Anwendung von Ergotamin, Ergotaminderivate oder anderen 5-HT1B/1D-Rezeptoragonisten









