Anwendung
- Erosive gastroösophageale Refluskrankheit
- Chronische Gastritis (Typ B und C)
- Ulkuskrankheiten (Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni)
- In Kombination mit Antibiotika bei einer Eradikationstherapie einer Helicobacter pylori-Infektion
- Therapie und Prophylaxe von gastrointestinalen Läsionen die durch nichtsteroidale Antiphlogistika induziert wurden
- Zollinger-Ellison-Syndrom
Wirkmechanismus
- PPI sind Prodrugs, die die H+-K+-ATPase in Magen-Parietalzellen irreversibel hemmen. Dies blockiert effektiv die Magensäureproduktion.
Nebenwirkungen
- ZNS-Störungen: Kopfschmerzen, Schwindel
- Gastrointestinale Störungen: Übelkeit, Durchfall
- Hautauschlag
- Erhöhte Leberenzyme (reversibel)
- Bei Langzeittherapie: Risiko für Diarrhöen, Pneumonien, Eisenmangel, Hypomagnesiämie, Knochenbrüche, Nephritiden
Wechselwirkungen
PPI beeinflussen die Metabolisierung anderer Medikamente über das CYP450-System, was zu Wechselwirkungen führen kann. Besonders bei CYP2C19 und CYP3A4 Substraten.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit
- Gleichzeitige Anwendung mit Atazanavir und Nelfinavir
Hinweise
- Beunruhigende Symptome wie Gewichtsverlust oder Bluterbrechen sollten ärztlich untersucht werden.
- PPI können Vitamin B12-Absorption beeinflussen.
- Bei langfristiger Anwendung sollten Magnesiumwerte überwacht werden.
Wirkstoffe
Zu den Protonenpumpeninhibitoren gehören folgende Wirkstoffe:
Alternativen
H2-Rezeptor-Antagonisten und Antazida können alternativ verwendet werden, sind aber in ihrer Wirkung den PPI unterlegen.









