Wirkstoffe
Faktor-Xa-Inhibitoren
Thrombin-Inhibitoren
Indikationen
- Primärprävention von Thromboembolien nach Knie- oder Hüftgelenkersatz
- Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei nicht-valvulärem Vorhofflimmern
- Therapie und Prophylaxe von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien
Wirkmechanismus
Die Wirkung findet direkt an den Gerinnungsfaktoren statt:
Faktor-Xa-Inhibitoren
- Hemmung des Faktors Xa
- es findet keine Umwandlung von Prothrombin zu Thrombin statt
Thrombin-Inhibitoren
- Hemmung von Thrombin
- es findet keine Umwandlung von Fibrinogen zu Fibrin statt
Nebenwirkungen
- Alle: Blutungen
- Dabigatran: Dyspepsie, Übelkeit, abnorme Leberfunktionstests, erhöhte Myokardinfarktrate
- Edoxaban: Leberwerterhöhung, Diarrhoe, Gastritis, Dyspepsie
- Rivaroxaban: Tachykardie, Leberfunktionsstörungen, Einschränkungen der Nierenfunktion
Wechselwirkungen
- Dabigatran und Edoxaban: P-Glykoprotein-Inhibitoren und P-Glykoprotein-Induktoren
- Apixaban und Rivaroxavan: CYP3A4- und P-Glykoprotein-Inhibitoren und CYP3A4- und P-Glykoprotein-Induktoren
Kontraindikationen
- Blutungen/mögliche Blutungsquellen
- gleichzeitige Anwendung von mehreren Antikoagulanzien
- Lebererkrankungen mit Koagulopathie
- schwere Nierenfunktionseinschränkung
Besonderheiten und Hinweise
- Im Unterschied zu den älteren Wirkstoffgruppen sind sie direkt an den Drug Targets wirksam und benötigen kein Therapiemonitoring
- Mittlerweile sind mehrere Antidote zugelassen, z.B. Idarucizumab für Dabigatran oder Andexanet alpha bei Apixaban und Rivaroxaban










